Vor- und Nachteile von Vektor- und Pixelgrafik

Vektorgrafiken

Werden über mathematische Funktionen definiert und sind somit problemlos skalier- und verzerrbar. Sie büßen keine Qualität dabei ein und eignen sich sehr gut für Druckgrafiken wie z.B. Logos. Ein kleines Logo kann mit Hilfe von Vektoren bis auf Plakatgrößen vergrößert werden oder umgekehrt. Am besten eignen sie sich für geometrische Formen oder auch Schriften in Logos, aber auch andere Grafiken in denen freiere, farbige Formen neben- und übereinander liegen können umgesetzt werden. Verläufe und Transparenzen sind auch möglich und anhand von Ankerpunkten kann man die Formen bearbeiten.

Pixelgrafiken

Hierbei handelt es sich um Bilder wie z.B. Fotos, die aus Bildpunkten aufgebaut sind. Diese Pixel bilden ein Raster, weshalb die Pixelgrafik auch Rastergrafik genannt wird. Bei Vergrößerung zeigt sich dieses Raster sehr schnell. Aus diesem Grunde werden solche Bilder schnell unscharf und körnig. Jedem Bildpunkt wird ein eigener Farbwert zugeordnet. Zusammen ergeben die Punkte das Bild. Ein Pixel ist allerdings nicht rund, sondern quadratisch, deshalb beschreibt das Wort Bildpunkt nicht ganz exakt was gemeint ist. Bis zu einem bestimmten Grad können in Gestaltungsprogrammen wie Illustrator Pixel- in Vektorgrafiken umgewandelt werden. Das birgt allerdings häufig Probleme. Z.B. für Gestaltung im Internet werden Pixelgrafiken vewendet, da hier nur eine geringe Auflösung (72 dpi) benötigt wird.

Farbräume

CMYK

Dies bezeichnet den Vierfarbdruck mit cyan, magenta, yellow, key color (steht für das schwarz das den Kontrast erzeugt). Es ist ein subtraktives Farbmodell.  Die vier Farben werden in Anteilen von 0 bis 100% (Offsetdruck, Laserdruck, etc.) zusammengestellt. Die key color (Schlüsselfarbe) erzeugt die Tiefen und die schwarze Farbe im Bild. Für Vektorgrafiken sollte immer dieser Farbraum oder Sonderfarben (s.u.) verwendet werden.

C=0, M=100%, Y=100% und K=0 würde also ein kräftiges, sattes rot ergeben.

Sonderfarben

Im Vierfarbdruck (CMYK) können Farben wie z.B. gold oder silber nicht erzeugt werden, sie werden als Sonderfarbe (im Offsetdruck) später auf Drucksachen hinzugefügt. Jeder beliebiger Farbton kann Sonderfarbe sein. Häufig haben große Unternehmen Hausfarben, die immer gleich aussehen sollen. Das gilt z.B. für die Deutsche Bahn oder die Post. Auch dafür werden Sonderfarben verwendet. Im Vierfarbdruck würde die Farbe aus CMYK zusammengesetzt und könnte nicht immer exakt getroffen werden. Die zwei bekanntesten Farbräume für Sonderfarben heißen Pantone und HKS. Besonders im Offsetdruck sind diese Farben teurer als CMYK, da sie extra Aufwand erzeugen. Im Inhousedruck mit dem Laserdrucker sind diese Farben nicht möglich!

RGB

Steht für rot, gelb und blau. Die Bildpunkte in Rastergrafiken (Pixelgrafiken) werden darüber definiert. Der Farbanteil von rot, gelb und blau an einer bestimmten gewünschten Farbe wird in Werten von 0 bis 255 angegeben. Es handelt sich hierbei um ein additives Farbmodell, funktioniert also über Licht und wird von Bildschirmen und auch bei Laser- oder Tintenstrahldruckern verwendet. Dieser Farbraum eignet sich für die Gestaltung im Web.

Ein kräftiges rot würde also durch R=255, G=0 und B=0 gebildet.

Farbanzahl

Besonders in Logos sollte die Farbanzahl so gering wie möglich gehalten werden. Es wird der CMYK Farbraum oder Sonderfarben verwendet und man sollte sich auf ein bis drei Farben beschränken. Logos, die im Vierfarbdruck mit allen vier Farben gedruckt werden, oder die mehrere Sonderfarben enthalten, erzeugen auch hohe Kosten. Im Inhousedruck mit dem Laserdrucker stellen viele Farben im Logo kein großes Problem dar. Im Vergleich mit dem RGB-Farbprofil Ihres Laserdruckers kann eine gute Farbabstimmung erzielt werden.



© 2007-2009 www.inhousemarketing.de | Nutzungbedingungen