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Dateiformate - pdf
PDF steht für Portable Document Format (PDF) und ist ein plattformunabhängiges Dateiformat, das heißt, es lässt sich auf jeder Plattform anzeigen und ausdrucken, zum Beispiel unter Macintosh, Microsoft Windows und UNIX sowie auf vielen mobilen Geräten.
Das PDF wurde vor mehr als 15 Jahren von der Firma Adobe Systems entwickelt und 1993 mit Acrobat 1 veröffentlicht. Aus Texten, Bildern und Grafiken lassen sich mit allen möglichen DTP-Programmen PDF-Dokumente erzeugen und mit den kostenlos downloadbaren Reader-Programmen darstellen. Eine Stärke des PDF ist die Wahrung der Datenintegrität – PDF-Dateien behalten das Erscheinungsbild der Original-Dokumente bei und bewahren alle Informationen des Ausgangsdokuments – Schrift, Zeichnungen, Grafiken, Fotos, unabhängig davon, welches Programm bei der Erstellung eingesetzt wurde.
Aus PDF-Dokumenten lassen sich Textpassagen, Tabellen und Grafiken (auch Ausschnitte davon) leicht in andere Anwendungsprogrammen durch Kopieren und Einfügen der jeweiligen Elemente weiterverarbeiten, falls der Ersteller des Dokumentes dies zugelassen hat. Text kann nicht nur zur Weiterverarbeitung in anderen Anwendungen, sondern auch zum Durchsuchen oder zur Verwendung mit anderen Ausgabemedien, wie beispielsweise Screenreadern, extrahiert werden. Durch die leistungs- starke Suchfunktionen können Adobe PDF-Dokumente nach Wörtern, Lesezeichen und Datenfeldern durchsucht werden, selbst wenn der Text um Auswahlen fließt oder verzerrt ist. Eine Besonderheit des PDFs ist der schon erwähnte optionale Dokumentenschutz. Eine PDF-Datei kann man in vielfältiger Weise vor Missbrauch schützen, indem die entsprechenden Sicherungsmechanismen aktiviert werden, hier kann man den Zugriff Unbefugter verhindern. Je nach Bedarf kann bereits beim Öffnen einer PDF-Datei ein Passwort gefordert werden, oder das Kopieren von Inhalten aus dem PDF oder das Ausdrucken des PDF wird nicht zugelassen. Durch Vergabe dieses Benutzerpasswortes ist es so möglich das Dokument nur einem beschränkten Personenkreis zugänglich zu machen. Weiterhin kann der Autor mit einem separatem Besitzerpasswort gezielt die Rechtevergabe des betreffenden Dokuments festlegen. So kann verhindert werden, dass Benutzer das Dokument abändern, ausdrucken oder Teilinhalte kopieren können. Auch ohne Kenntnis des Benutzerpasswortes lassen sich diese Rechteeinschränkungen jedoch mithilfe diverser Werkzeuge insbesondere dann leicht entfernen, wenn zwar ein Besitzerpasswort verwendet, das Öffnen des Dokuments jedoch kein Passwort erfordert. Insgesamt kann man sagen, dass die im PDF implementierten Schutzmechanismen nicht hundertprozentig zuverlässig sind, da es eine Reihe von »Knack«-Programmen gibt, speziell einfachere Formen der Verschlüsselung sind leicht zu überwinden.
Durch entsprechende PDF-Werkzeuge lassen sich auch Rechte vergeben, die es ermöglichen PDF-Dokumente mit Notizen, Kommentaren und Dateianhängen zu versehen oder Formulareinträge abzuspeichern. Anfangs konnten diese Merkmale nur mit Adobe Acrobat genutzt werden, seit Version 7 ist dies jedoch auch mit dem kostenlosen Adobe Reader möglich, Notizen und Kommentare hinzuzufügen und interaktive Formularfelder auszufüllen; sofern das entsprechende Dokument vom Verfasser mit den notwendigen Berechtigungen versehen wurde.
PDF-Dokumente können von Fall zu Fall sowohl größer als auch kleiner als die Dateien des Erstellerprogramms sein. Die Größe eines Dokuments hängt von der Art der enthaltenen Daten, von der Effizienz des Erstellungsprogramms und davon ab, ob Schriften eingebettet wurden oder nicht.
PDF wurde als ein Austauschformat für fertiggestellte Dokumente konzipiert. Inzwischen gibt es eine Reihe von Erweiterungen für Adobe Acrobat, mit denen sich PDF-Dateien bearbeiten lassen. Das Format ist jedoch nicht mit Dateiformaten von Textverarbeitungsprogrammen oder Grafikprogrammen vergleichbar und eignet sich, abgesehen von der Notiz- und Kommentarfunktion, nur begrenzt zur Weiterverarbeitung von Dokumenten. Es ist allerdings innerhalb gewisser Grenzen möglich, beispielsweise Fehler zu korrigieren oder Bilder zu beschneiden. Im Desktop Publishing wird PDF von Grafikern und Designern mittlerweile als Standard für die druckfertigen Dateien verwendet.
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