Dramaturgie

Nicht nur im Theater gibt es Dramaturgie, sondern auch bei der Anordnung von Inhalten in einer Drucksache. Die aufeinander folgenden, gestalteten Seiten müssen einen ganz bestimmten Ablauf bekommen.

Volle Seiten sollten sich mit leeren Abwechseln, zumindest wenn die Inhalte der Drucksache es erlauben. Handelt es sich um einen Bildband mit immer gleich großen Bildern oder um eine Drucksache, in der es nur Text gibt, so muss das Layout von vornherein so sein, dass dem Auge genügend Platz zum "atmen" bleibt.

Hat man viele verschiedene Elemente wie zum Beispiel Fließtext, Überschriften und Unterüberschriften, Bildunterschriften, Grafiken, Tabellen und Bilder in verschiedenen Größen, dann ist die Dramaturgie der Anordnung besonders wichtig.

Dem Leser oder Betrachter muss auf jeder neuen Seite der Drucksache (oder auch Internetpräsenz) einerseits ein roter Faden präsentiert werden, andererseits aber auch Neues geboten werden. Besonders bei langen Texten, bei denen es wichtig ist, Zusammenhänge zu verstehen, können ruhig mal einfache Textseiten eingebaut werden, die die Möglichkeit zum Reflektieren bieten. Es muss nicht auf jeder Seite ein Bild sein. 

Mmanche Bilder brauchen das volle Format oder viel Weißraum, um wirken zu können. Andere stehen auch gut neben Text oder sogar mit vielen anderen Bildern.

Eine gewisse Regelmäßigkeit, z.B. von Einleitungsseiten in neue Kapitel bzw. Themenbereiche, kann Ruhe erzeugen. Wiederholungen sollten nicht zu häufig auftreten. Elemente wie wichtige Überschriften, Seitenzahlen und dergleichen  sollten an der gleichen Stelle auf aufeinanderfolgenden Seiten platziert werden, damit sich der Leser gut orientieren kann.



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