Gestaltungsraster

Organisation und Anordnung im Layout

Wollen Sie Texte, Grafiken, Bilder und andere Gestaltungselemente in einem Layout unterzubringen,  sollten Sie ein Gestaltungsraster verwenden. Es bietet die Möglichkeit, die Gestaltungselemente immer an exakt den gleichen Punkten, auf vielen Folgeseiten auszurichten.
Es ist ein Geflecht aus Hilfslinien, das je nachdem wie komplex das Gestaltungsthema ist, mehr oder weniger stark  das  jeweils gegebene Format in einzelne Module unterteilt. Es liegt als eine Art Schablone im Hinter- oder Vordergrund des Dokuments.
In vielen Fällen sind einzelne Hilfslinien auch magnetisch, das heißt, dass ein Objekt, welches an sie herangeführt wird, sofort daran „andockt“.
Häufig befindet sich diese Rastereinteilung innerhalb des Satzspiegels . Dadurch hat der Gestaltende mehr Variationsmöglichkeiten, wenn er die Elemente anordnet. Ein einzelnes Element, wie zum Beispiel ein Bild oder ein Text muss hierbei nicht zwangsläufig nur ein einzelnes – durch das Raster festgelegtes – Modul ausfüllen. Es kann auch darüber hinausgehen und zwei oder mehr Module in Anspruch nehmen. Letztendlich dient das Raster nur als eine Art Schachbrettmuster im Hintergrund, um eine alles umfassende Ordnung zu erzeugen.

Ein Raster besteht aus Zeilen und Spalten, kann aber auch nicht rechtwinklige Orientierungen haben. Leider bieten die gängigen Gestaltungs- und Schriftsatzprogramme nur senkrechte oder waagerechte Raster- bzw. Hilfslinien. Möchte man mit einem unkonventionellen Raster arbeiten, in dem sich Texte auch mal an Schrägen ausrichten, so kann man zumindest in den meisten Programmen eine Musterseite anlegen, auf der betreffende Linie eingezeichnet wird. Alle weiteren Seiten, die sich auf diese Musterseite (Masterseite) beziehen, werden diese Linie als festes Element enthalten. Bearbeitet man dann nachträglich die Musterseite, indem man die Linie löscht, so verschwindet sie auch von den anderen Seiten.

Komplexität und Luft fürs Auge

Unterschätzen Sie die Komplexität von Gestaltungsrastern nicht. Die einfache spontane Einteilung eines Formats in Module führt häufig nicht zu einem harmonischen Gesamtbild der Drucksache (oder auch der Internetseite). Praktische Dinge, wie zum Beispiel der ausreichende Abstand zum Buchrücken (siehe Satzspiegel), gute Proportionen und die angemessene Spaltenbreite für eine ganz bestimmte Schrift, sind neben einigen anderen Punkten wichtig zu beachten.

Auch sollte ein Raster nie oder selten komplett mit Objekten bestückt werden, besonders wenn es sich um eine Kombination von Bild und Text handelt. Das Auge benötigt auch leeren Spielraum innerhalb eines Layouts, um sich zu orientieren.



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