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Laufweite & Abstände
Dieser Artikel stellt Möglichkeitenvor, durch Abstände wie Laufweite, Buchstabenzwischenraum oder auch Wortabstand den Lesefluss postitiv zu beeinflussen.
Laufweite
Die Laufweite einer Schrift sagt aus, wie dicht die einzelnen Zeichen eines Wortes aneinander gesetzt werden. Sie beeinflusst die Länge einer Zeile. Die Laufweite lässt sich sowohl verkleinern als auch vergrößern. Bei einer negativen Laufweitenänderung können die Zeichen so nah zusammenrücken, dass sie ineinander hineinlaufen, sich überschneiden oder sogar vollständig überdecken. Bei zu großer Laufweite wird das Schriftbild zerrissen.
Eine Änderung der Laufweite von einzelnen Buchstaben kann helfen einen Blocksatz sauberer zu gestalten. Dabei darf man die einzelnen Worte jedoch nicht zu stark modifizieren, da sonst das Gesamtbild darunter leidet. Sollte der Zeichenabstand über mehrere Worte hinweg verändert werden, so ist zu empfehlen, auch den Wortabstand (Ausschluss) anzupassen.

- Unterschiedliche Laufweiten
Buchstabenzwischenraum
Beim Vergrößern des Zeichenabstandes spricht man vom Sperren oder auch Spationieren. Durch das Einfügen von kleinen Lücken zwischen den einzelnen Buchstaben, kann man bestimmte Worte hervorheben. Ein leichtes Sperren kann der Schriftgestaltung eine gewisse Leichtigkeit geben. Sperrt man sehr stark, sollten nur Versalien (Großbuchstaben) oder Kapitälchen benutzt werden. Als Textauszeichnung sollte das Sperren nicht verwendet werden, eher bei Überschriften und einzelnen Wörtern.
Buchstabenbreite
Einige Schriftfamilien bieten zusätzlich zu den normalen Schriftschnitten schmaler oder breiter laufende Schriften an. Die schmaler laufenden Schriften tragen den Zusatz „Condensed“ oder „ Compressed“, die breiter laufenden Schnitte werden mit „Extended“ oder „Expanded“ bezeichnet.

- Enge Schrift, normal breite Schrift und breite Schrift im direkten Vergleich
Wortabstand & Zeilenabstand
Der Wortabstand gibt in der Regel den Abstand zwischen zwei Worten in einer Zeile an.
Wenn das Verhältnis zwischen Wortabstand und Zeilenabstand passend ist, kann der Text am besten gelesen werden. Als Zeilenabstand wird der vertikale Abstand zwischen zwei Zeilen eines Absatzes, gemessen von Grundlinie zu Grundlinie, bezeichnet. Um einen gut lesbaren Text zu setzen, kann man sich als Faustregel merken: Der Wortabstand muss deutlich kleiner sein als der Zeilenabstand. Umso länger die Zeilen eines Textes werden, desto größer muss der Zeilenabstand werden, damit das Auge den Sprung zur nächsten Zeile schafft.
Beim unteren Beispiel wäre die dritte Lösung die am ehesten verwendbare. Die beiden ersten stehen zu eng, so dass die Zeilen ineinanderfließen und das Auge sich schnell in der Zeile vertut. Das letzte Beispiel zeigt, dass die Zeilen bei zu groß gewähltem Abstand auseinanderfallen.
An dieser Abbildung sehen Sie, dass die unterschiedlichen Zeilenabstände sich mehr oder weniger gut auf die Lesbarkeit auswirken. Generell gilt: Der Zeilenabstand muss immer größer sein, als der Abstand zwischen den Wörtern im Text. Bei längeren Zeilen muss ein größerer Zeilenabstand verwendet werden als bei kurzen.

- Abbildung: Beispiel für die Wirkung von Zeilenabständen.
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