Satzvarianten

Flattersatz, Rauhsatz und Blocksatz sind Varianten, die beim Setzen von Texten verwendet werden. Je nach Inhalt und Funktin des Textes greift man auf die eine oder die andere Art zurück. Hier stellen wir Ihnen diese drei Satzvarianten vor.

Der Flattersatz

Ein im Flattersatz geschriebener Text fließt linksbündig und flattert auf der rechten Seite – also am Ende der Zeilen. Das heißt, dass man mit einer etwas kürzeren Zeile beginnt, mit einer längeren fortfährt, dann kommt eventuell wieder eine kürzere und so weiter. Es wird ein bestimmter Bereich am Ende der Zeilen festgelegt, in dem die Zeilen flattern dürfen. 
Bei dieser Satzart ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass sich keine auffälligen Formen auf der rechten Textseite ergeben. Vor allem bei größeren Textabschnitten sollte man diesen Formsatz vermeiden. Der folgende Blindtext zeigt Beispiele hierfür:


1. Treppenbildung oder Zickzacktextfluss

Formsatz sollte vermieden werden, da
das Auge sonst abgelenkt wird. Formsatz
sollte vermieden werden, da das Auge sonst
abgelenkt wird. Formsatz sollte vermieden werden,
da das Auge sonst abgelenkt wird.
Formsatz sollte vermieden werden, da
das Auge sonst abgelenkt wird. Formsatz
sollte vermieden werden, da das Auge sonst
abgelenkt wird. Formsatz sollte vermieden
werden, da das Auge sonst abgelenkt
wird. Formsatz sollte vermieden werden,
dadas Auge sonst abgelenkt wird.

2. Kurven

Auch die Kurvenbildung ist eine Art von
Formsatz, der dem Text häufig einen unge-
wollten Rhythmus verleiht und das Auge vom
Lesefluss ablenkt. Auch die Kurvenbildung ist
eine Art von Formsatz, der dem Text häufig
einen ungewollten Rhythmus verleiht und
das Auge vom Lesefluss ablenkt.


Der Rauhsatz

Beim Rauhsatz dürfen auch Wörter getrennt werden,
die nur fünf Buchstaben haben. Vor dem Trennstrich stehen
2 Buchstaben, dahinter 3. Es entsteht so ein recht kleiner
Bereich in dem der Text auf der rechten Seite flattern darf.
Die rechte Textkante ist also recht ruhig. Besonders für
kurze Zeilen ist diese Satzart gut geeignet.

Der Blocksatz

Hier bilden sowohl die linke Textkante als auch die rechte Textkante eine Linie. Der Text flattert nicht. Ausgeglichen werden die Zeilen durch die Wortabstände. Diese sind also in jeder Zeile unterschiedlich. Durch bewusst gewählte Trennungen im Text können diese Wortzwischenräume klein gehalten werden. Es ist wichtig, dass keine zu großen Lücken entstehen, die sich dann wiederum zu hellen Spuren durch den Text zusammenschließen. Das Auge des Lesers kann so schnell die Zeile verlieren.
Wenn man blinzelt und die Textfläche nicht einen recht gleichmäßigen Grauton, sondern eine Fläche mit zu großen Löchern darstellt, so muss der Blocksatz besser ausgeglichen werden.



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