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Maßangaben in der Typographie
In der Typografie gibt es eine Vielzahl von Maßangaben die verwirrend erscheint. Hier eine Auflistung der bekannten Begriffe:
Kegel- und Versalhöhe
Um mit verschiedenen Schriftgrößen umzugehen, muss man verstehen, wie die Größe einer Schrift überhaupt gemessen wird. Heute wird im DTP- Bereich fast ausschließlich das Kegelmaß zur Angabe des Schriftgrads benutzt. Das Kegelmaß bezeichnet die gesamte Schrifthöhe (oberer Anfangspunkt des h bis zum unteren Endpunkt des p) plus das Fleisch. Das Fleisch ist d. Der Kegel ist im Bleisatz der Körper, der den meist kleineren Buchstaben (Versalhöhe) trägt.
Das Didot- Maß
Ein Didot- Punkt entspricht seit 1978 genau 0,375 mm. 12 Didot-Punkte ergeben einen Cicero ( 4, 5 mm) und vier Cicero bezeichnet man als Konkordanz ( 18 mm). Leider rechnen einige DTP-Programme noch mit dem veralteten Wert von 0,376 mm, so kann es also zu Ungenauigkeiten kommen.
Das Pica- Maß
In England und den USA wird vorwiegend der Pica-Point verwendet. Seine Größe entspricht etwas 0, 351473 mm und 6 Pica Points ergeben ungefähr ein Inch.
Der DTP-Punkt
Heute wird im IT-Bereich fast ausschließlich mit dem desk-top publishing Punkt-System (DTP) gearbeitet. Der DTP-Punkt, auch PostScipt-Punkt genannt, leitet sich aus dem 72-sten Teil eines Inch ab und misst somit 0,0138 Inch bzw. 0,3527 mm.
In den meisten gängigen Anwendungsprogrammen wie Photoshop, Indesign oder Word wird die Punktgröße über das DTP-Punkt System angegeben und mit der Abkürzung pt benannt. Allgemein gilt eine Schriftgröße von 6 Punkt als die kleinste noch gut lesbare Schriftgröße bzw. der kleinste Schriftgrad.
Das Metrische System
Die Angabe der Schriftgröße im metrischen Maß erfolgt allgemein in mm. Die meisten DTP-Programme erlauben dem Benutzer die Maßeinheit der Schrift selber einzustellen und aus den hier vorgestellten Systemen zu wählen.
Es gibt noch eine ganze Reihe verschiedener altmodischer typographischer Maßeinheiten wie z.B. Brillant, Petit oder Tertia, auf die hier aber nicht näher eingegangen werden soll, da sie heute kaum mehr üblich sind.
Ein hilfreiches Werkzeug bei der Arbeit mit Schriften war lange Zeit das Typometer, ein typografischer Maßstab ähnlich dem Lineal aus transparentem Kunststoff mit einer Länge von 32 cm und einer Breite von ungefähr 10,5 cm. Es hilft beim Messen und zur Textumfangsberechnung, sowie bei der durch Umrechnung von Schriftgrößen. Durch die zunehmende Digitalisierung der Druckvorstufe wird das Typometer heute aber fast nur noch zur Kontrolle des Endproduktes eingesetzt.
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