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Briefgestaltung
Wie ist ein DIN A 4 Normbriefbogen aufgebaut? Welches ist die Gewichtsgrenze und wie viele Seiten können im Normbriefumschlag versandt werden? All dies erfahren Sie in diesem Artikel. Außerdem zeigen wir Ihnen Gestaltungsvarianten abseits der Norm. So können Sie mit Ihrem Briefpapier vollkommen neue Eindrücke erwecken.
Der DIN A 4 Normbriefbogen (21cm mal 29,7cm)
Bei geschäftlichen Briefen ist es üblich – vor allem wenn die Anschrift in das Fenster eines Normbriefbogens passen soll – diese Art der Briefgestaltung zu verwenden.
Ein Normalbriefbogen erscheint einerseits etwas konservativ, kann aber auch freier gestaltet werden. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Elemente der normierten Gestaltung maßgenau platziert sind.
Bei den Daten, die am Rand des Bogens erscheinen, beim Logo und bei grafischen Gliederungselementen, hat man hingegen viele Freiheiten.
Weitere wichtige Gesichtspunkte sind: Wie leicht der Text zu lesen ist (dies wird durch Eigenschaften wie Farbe, Schriftgröße, Schriftart, Laufweite etc. beeinflusst), die Größe des Textfeldes (je nach Menge des Inhalts) und die Leseführung über den Briefbogen.
Die Marken (Falzmarken und Lochmarken) sollten ebenfalls berücksichtigt und farblich wie auch stilistisch in die Gestaltung einbezogen werden. Besonders die obere Falzmarke und die Lochmarke sind nützlich. Die zweite Falzmarke ergibt sich durch die erste. Gestalten können Sie die Marken wie Sie möchten. Striche im oder außerhalb des Anschnitts, Kreise, gepunktete, kurze Linien oder Dreiecke – wichtig ist, dass sie zum restlichen Layout passen.
Der restliche Raum steht zur Gestaltung frei. Der Briefbogen sollte nur nicht überladen wirken. Der Blick braucht Raum und wird bei übermäßig vielen Elementen schnell vom eigentlichen Text abgelenkt. Die Führung des Auges muss also im Vordergrund stehen.
Wichtig: Achten Sie darauf, ob ihr Drucker randlos drucken kann. Wenn nicht, muss die Gestaltung des Briefbogens einen weißen Rand enthalten, der die Harmonie der Elemente nicht stören sollte.
Eine Grafik mit allen wichtigen Maßen für den Normbriefbogen können Sie sich hier als PDF herunterladen.
Gewicht von Briefsendungen
Wenn Sie mehrere Seiten versenden wollen, so achten Sie darauf, dass bei einem 80g Papier höchstens drei Seiten gleichzeitig verschicken. Zusammen mit Umschlag und Briefmarke bleiben Sie so innerhalb der 20-Gramm-Grenze.
Bei schwererem Papier (zum Beispiel bei Stanzungen) können Sie dementsprechend weniger Seiten auf einmal versenden. Bei gestanztem Papier ist es generell zu empfehlen, sich auf eine Seite zu beschränken.
Varianten des Normbriefbogens mit ausgestanzten Formen:
Bei Stanzungen könnte zum Beispiel die Wirkung von Farbe und Form ausgenutzt werden. Nach dem Falzen könnte der ausgestanzte Bereich über einer farbigen Fläche oder einem Logo liegen. Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Indem die Rückseite des Papiers auf eine andere Art beschichtet ist, als die bedruckte Vorderseite, können ebenfalls schöne Akzente gesetzt werden.
Wichtig zu beachten: Bei Stanzungen eignet sich ein etwas stärkeres Papier besser, da das papier sonst schnell reißt. Natürlich muss es dennoch gut falzbar bleiben.
Die Laufrichtung des Papiers sollte parallel zur langen Seite des DIN A4 Formats verlaufen, bei anderen Formaten immer von oben nach unten. Dadurch wird das spätere Blättern (beispielsweise in einem Ordner) erleichtert.
Achtung: Von Hand auszustanzen, kommt wegen der Menge der Briefbögen, die oft benötigt werden und aufgrund der leichten Abweichungen, die dabei entstehen, nicht in Frage.
Sie drucken mit Ihrem eigenen Drucker, die Stanzung wird dann im professionellen Druckbetrieb erledigt. Fragen Sie einen Druckdienstleister nach dieser Möglichkeit. Beachten Sie allerdings, dass Sie geringfügige Abweichungen der Stanzung in ihrer Gestaltung mit einplanen. Ein eigener Drucker zieht das Papier nicht 100% gerade und immer gleich ein.
Wenn Sie eine vollkommen präzise angeordnete Stanzung möchten, nehmen Sie am besten professionelle Gestaltung in Anspruch.
Freie Formate
Besonders für unkonventionelle Briefgestaltungen ist es ratsam, sich nicht auf das DIN A 4 Format zu beschränken, sondern zum Beispiel schlankere oder breitere Formate zu wählen.
Da nun die Anschrift nicht mehr ins Fenster des Normbriefumschlags passt, kann auch diese freier, zusammen mit allen anderen Elementen, angeordnet werden.
Sie sollten allerdings auch bei freier Gestaltung Bezüge zwischen den Elementen wie zum Beispiel Logo, Anschrift, Text, Datenfelder usw. herstellen. Dies schaffen Sie durch Bildachsen, die beispielsweise bewirken, dass die rechte obere Ecke des Textfeldes mit einem signifikanten Punkt des Logos auf einer Linie bündig abschließt.
Manchmal reicht die mathematisch korrekte Ausrichtung an Hilfslinien aus, die natürlich später nicht mit gedruckt werden. Häufig muss allerdings auch optisch korrigiert werden. Das Auge wird nicht selten getäuscht und empfindet Dinge, die auf einer Linie stehen, nicht als solche.
Achtung: Die Bezüge unter den Elementen müssen klar, aber nicht zu zahlreich sein, denn sonst entsteht wieder ein Raster, welches das gewählte freie Format in ungewollte Schranken stellt.
Beispiele für freiere Formate sehen Sie in der folgenden Grafik.
Wichtig: Wenn Sie trotz allem noch den fensterlosen Normbriefumschlag (22,05cm mal 11cm) oder die etwas kürzere Variante (16,15cm mal 11,25cm)nehmen möchten, muss auch die Breite des freien Briefbogens daran angepasst sein. Anderenfalls muss auch der Umschlag neu gestaltet und produziert werden, was mehr Kosten bedeutet.
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