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Wenn Sie Ihre Druckdaten über die Satzdatei aufberieten, müssen folgende Dinge beachten:
Alle Daten sammeln und bündeln
Ihr Druckdienstleister benötigt alle Daten, die in Ihrer Druckdatei vorhanden sind, gesondert! Das heißt, dass Sie die Schriften (alle Schriftschnitte!), die Sie verwendet haben, mitliefern müssen. Hier ist es wichtig, dass Sie auf die Lizenzvereinbarungen achten. Sie müssen befugt sein, die Schriften an eine Druckerei weiterzuleiten.
Die Bilder müssen einzelnt geliefert werden. Wenn Sie zum Beispiel eine Indesign-Datei an die Druckerei geben, so sind die Bilder darin nur als Verknüpfungen vorhanden. Diese Datei muss, zusammen mit einem Ordner in dem die Bilder und Logos gespeichert sind, in einem übergeordneten Ordner liegen und dementsprechend verknüpft sein. So kann Ihr Dienstleister die Bilddaten leicht finden. Die Schriften, die Sie installiert haben, sind bei dem Druckdienstleister nicht unbedingt schon vorhanden. D.h. auch diese sollten Sie ihm schicken.
Schriften
Bei Mac und PC gibt es unterschiedliche Schriftdateien. Der Mac benötigt sowohl einen Zeichensatz, der nur für den Bildschirm da ist, als auch einen Zeichensatz für die gedruckte Schrift.
Der PC hingegen kann zum Beispiel mit ttf (True Type Fonts) oder pfb (Post Script Fonts) arbeiten. Diese tragen die Kennzeichnung TT für True Type und T1 für Post Script. Fragen Sie Ihren Druckdienstleister, welche Schriften dort bevorzugt verwendet werden.
Schriften, die in Pfade konvertiert wurden (also nun nicht mehr als Schrift sondern als Grafik vorliegen, beispielsweise in Logos), muss der Druckdienstleister nicht installiert haben. Sie werden wie normale Grafiken behandelt.
Bilder
Für den professionellen Druck benötigt der Dienstleister Bilder im CMYK Farbraum (Prozessfarbraum). C steht für Cyan, M für Magenta, Y für Yellow und K für Keycolor (die schwarze Farbe, die den Kontrast herbeiführt). Jede dieser Farben wird gesondert mit je einer eigenen Druckplatte auf dem Medium erzeugt, muss also einzeln definiert sein.
Alle Bilder benötigen die hohe Auflösung von 300dpi! Auch Scans müssen also mit dieser Auflösung durchgeführt werden. Nur wenn das Bild, das Sie verwenden, größer als das gescannte Original dargestellt werden soll, muss es mit noch höherer Auflösung gescannt werden. Für doppelte Größe also z.B. 600dpi.
Natürlich werden die Bilddaten auf diese Weise eine große Datenmenge erzeugen. Indem die Daten in einer Zip oder Rar Datei gepackt werden, kann diese Menge verringert werden.
Unterstützte Programme
Fragen Sie Ihren Druckdienstleister, aus welchen Programmen die Druckerei Dateien unterstützt. Nicht alle Druckerein unterstützen alle Programme.
Die meisten Dienstleister drucken heute auch problemlos vom PDF. Lesen Sie dazu den Artikel zum Thema Druckvorstufe mit Druck-PDF.
Kein Microsoft Office im Offsetdruck
Da Microsoft Office Programme keinen CMYK Farbraum unterstützen, können sie nicht ohne Weiteres für die Druckvorstufe im professionellen Druck verwendet werden! Microsoft konvertiert RGB Bilder nicht in CMYK.
Programme, die verwendet werden können, sind zum Beispiel: Indesign, Illustrator, Pagemaker, Freehand, Quark XPress, Corel Draw, Corel Ventura. Welche davon Ihre Druckerei unterstützt, muss erfragt werden.
Wichtig: Wenn Sie Office Programme wie zum Beispiel Publisher verwenden, so setzen Sie sich am besten im Vorfeld mit ihrem Druckdienstleister in Verbindung und fragen Sie nach Umsetzungsmöglichkeiten.
Im Inhousedruck stellen Mikrosoft Programme kein Problem dar.
RGB Bilder in CMYK Farbraum konvertieren für den professionellen Druck
Achtung! Bei Unsicherheit mit den Farbprofilen wenden Sie sich immer an Ihren Druckdienstleister. Das Experimentieren führt schnell zu ungewollten Farbabweichungen! Überlassen Sie den Umgang mit dieser Materie dann lieber Ihrem Dienstleister.
Wandeln Sie Ihre RGB Bilder dann (zum Beispiel) im Programm Photoshop unter dem Menüpunkt Bilder -> Modus in den CMYK Farbraum um. Erleichtern Sie Ihrem Druckdienstleister die Farbwiedergabe nach Ihren Wünschen, indem Sie farbverbindliche Ausdrucke per Post mitschicken. Am Laserdrucker können Sie testen, welche Farben Ihnen gefallen und gegebenenfalls Änderungen vornehmen. Entsprechen die Farben dann Ihren Vorstellungen, senden Sie sie zusammen mit der Druckdatei an Ihren Dienstleister.
Wenn Sie sich mit dem Thema Farbprofil schon auseinander gesetzt haben, können Ihnen die folgenden Punkte weiterhelfen.
Es können keine RGB Bilder in den Druck gegeben werden. Um in den CMYK Farbraum zu konvertieren gehen Sie wie folgt vor:
1. RGB Farbraum
Das Bild muss ein zugewiesenes RGB Farbprofil haben, um in CMYK konvertiert werden zu können. Eine Digitalkamera oder ein Scanner weisen den Bildern normal ein solches zu. Es muss also meist nur beibehalten werden. Bei Photoshop kommt beim Öffnen des Bildes eine Anfrage. Hier wählen Sie "eingebettetes Profil verwenden" aus. Erscheint diese Anfrage nicht, hat Ihr Bild noch kein Farbprofil und Sie müssen ihm selbst eines zuweisen.
Hierzu laden Sie von der www.eci.org Website unter Downloads, Überschrift "ICC-Profile der ECI" die zip Datei namens "eciRGBv20.zip" (oder eine aktuellere Version) herunter.
Entpacken Sie die Datei in folgenden Ordner:
Programme > Gemischte Datein > Adobe > Color > Profiles (für PC)
library > application support > adobe > color > profiles (für Mac)
Nun sollte im Programm Photoshop unter Bild > Modus > Profil zuweisen das "eciRGBv20" zu finden sein. Speichern Sie das Profil-lose Bild in einem Ordner und speichern Sie eine andere Version des Bildes, der sie das "eciRGBv20" zuweisen, in einem anderen Ordner. So halten Sie sich andere Optionen offen.
Nun fahren Sie mit der Umwandlung in den CMYK Farbraum fort:
2. CMYK Farbraum
Verwenden Sie das Bild mit dem Farbprofil "eciRGBv20".
Laden Sie sich von der www.eci.org Website unter Downloads unter der Überschrift "ICC-Profile der ECI" die zip Datei namens "ECI_Offset_2007.zip" (oder eine aktuellere Version) herunter.
Entpacken Sie die Datei in folgenden Ordner:
Programme > Gemischte Datein > Adobe > Color > Profiles (für PC)
library > application support > adobe> color> profiles (für Mac)
Auch dieses Farbprofil namens "ISOcoated_v2" (für gestrichenes Papier) oder "uncoated_v2" (für ungestrichenes Papier) finden Sie nun unter Bild > Modus > Profil zuweisen. Weisen Sie dem Bild dieses CMYK Farbprofil zu und speichern Sie es in einem dritten Ordner.
Die unterschiedlichen Versionen der Bilder zu speichern erweist sich als klug, wenn man zu einem anderen Zeitpunkt nochmals die Rohdaten benötigt.
Lesen Sie bitte zum Thema Druckvorstufe auch den Artikel externer Druck.
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