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Auswahl- und Löschmethoden
Überblick über das Auswählen und Löschen
Photoshop ist ein Bildbearbeitungsprogramm mit einer pixelbasierten Umgebung. Wenn Sie den Begriff Bildbearbeitung hören, denken Sie zumeist an Bildkorrekturen. Hier erfahren Sie mehr über die kreative Seite der Bildbearbeitung sowie über die grundlegenden Auswahl- und Löschmethoden.
Kreativität ist bei der Bilderstellung enorm wichtig, egal ob Sie Fotograf, Illustrator, Grafikdesigner oder ein anderer Experte sind. Der Umfang an Kreativität hängt dabei vom Zweck des Bildes ab. Wenn Sie beispielsweise eine exakte Darstellung benötigen, ist wenig Raum für Kreativität. In beiden Fällen benötigen Sie jedoch gewisse Grundkenntnisse über die Bildbearbeitung.
Die Aussage, dass Foto nicht gleich Foto ist, haben Sie sicher schon gehört. Dies ist Ihre Gelegenheit zu lernen, wie Sie mit Photoshop eindrucksvolle Bilder erstellen. Um mit einem beliebigen Medium ein eindrucksvolles Bild aufzunehmen, sollten Sie sich kurz Gedanken über den Zweck und andere Aspekte des Bildes machen. Verdeutlichen Sie sich den Zweck sowie die Fertigkeiten oder Techniken für die Bilderstellung, die Richtung des Lichts, den Farbton bzw. die Stimmung sowie die Perspektive. Diese Aspekte sind vor allem dann wichtig, wenn Sie aus vorhandenen Aufnahmen neue Bilder erstellen.
In Photoshop werden aus Pixeln bestehende Bilder bearbeitet. Um diese ganz oder teilweise für die Bearbeitung oder das Löschen auszuwählen, sind spezielle Werkzeuge und Methoden erforderlich. In dieser Lektion wird vermittelt, dass die geeignete Auswahlmethode von der Zusammenstellung des Bildes und den Bearbeitungsvorgängen abhängt.
Erstellen eines Reflexionsbildes
Durch die Kombination der Techniken Auswahl-, Zuschnitt- und Transformationsmethoden mit anderen Bildbearbeitungstechniken können Sie ein einfaches Bild wesentlich eindrucksvoller gestalten. Ein Beispiel hierfür ist ein Reflexionsbild.
Sie können ein Reflexionsbild beispielsweise erstellen, indem Sie ein Bild kopieren, mit dem Auswahlrechteck einen Bereich markieren, das kopierte Bild zuschneiden und vertikal spiegeln, die Arbeitsfläche des Originalbildes vergrößern und dann das gespiegelte Bild mit dem Originalbild kombinieren.
Beim Start von Photoshop können Sie die Programmstandards wiederherstellen. Andernfalls müssen Sie beim Durchführen der Übungsschritte in dieser Lektion die Werkzeugoptionen einzeln zurücksetzen.
So erstellen Sie ein Reflexionsbild eines Sonnenuntergangs
1. Laden Sie die Datei Sunset.jpg herunter. Wählen Sie hierzu Datei > Öffnen, suchen und markieren Sie die Datei Sunset.jpg, und klicken Sie dann auf Öffnen.
2. Um zu verhindern, dass die versehentlich das Originalbild speichern, sollten Sie Bild > Bild duplizieren wählen. Das Dialogfeld Bild duplizieren wird geöffnet.
Sie können das Dialogfeld Bild duplizieren überspringen, wenn Sie während der Auswahl von Bild > Bild duplizieren die Alt-Taste gedrückt halten.
3. Klicken Sie auf OK. Es wird eine Bildkopie namens „Sunset Kopie“ angezeigt.
4. Klicken Sie in das Dokumentfenster des Originalbildes, Sunset.jpg, um es zu aktivieren. Klicken Sie dann in der rechten oberen Ecke des Dokumentfensters auf die Schaltfläche Schließen.
5. Lassen Sie das Dokumentfenster mit der Kopie des Sonnenuntergangs geöffnet, und klicken Sie auf Datei > Speichern unter. Geben Sie als Name SunsetWorking ein, und speichern Sie die Datei im Photoshop-Standardformat (PSD) anstatt im ursprünglichen JPEG-Format.
Es wird empfohlen, Bilddateien während der Bearbeitung im PSD-Format zu speichern. Nach der Bildbearbeitung können Sie bei Bedarf eine Kopie in einem anderen Format speichern.
6. Ändern Sie die Größe des Dokumentfensters, indem Sie die rechte untere Ecke des Fensters ziehen, bis der graue Bildbearbeitungsbereich außerhalb des Bildes angezeigt wird.
7. Schneiden Sie den unteren Bereich des Bildes, wo der große Baum auf der rechten Seite den Boden berührt, zu. Hierbei ist keine große Genauigkeit erforderlich, entfernen Sie einfach einen Teil des dunklen Vordergrunds. Aktivieren Sie hierzu das Auswahlrechteck, zeichnen Sie ein Rechteck um den beizubehaltenden Bereich, und wählen Sie dann Bild > Freistellen.
8. Vergewissern Sie sich, dass das gesamte Bild markiert ist, und wählen Sie dann Bearbeiten > Kopieren (Strg+C).
9. Wählen Sie anschließend Datei > Neu und dann OK. Es wird ein neues leeres Dokument mit den gleichen Abmessungen und der gleichen Auflösung wie das Originalbild geöffnet.
Sollte kein leeres Dokumentfenster angezeigt werden, klicken Sie in der rechten oberen Ecke des aktuellen Dokumentfensters auf die Schaltfläche zum Wiederherstellen.
Wenn Sie das zugeschnittene Bild in den Arbeitsbereich kopieren (was Sie in Kürze tun werden), wird dieses auf einer separaten Ebene eingefügt. Auf diese Weise können Teile des Bildes problemlos weiter geändert werden.
10. Wählen Sie in dem neuen leeren Dokument Bearbeiten > Einfügen (Strg+V).
11. Wählen Sie dann Bearbeiten > Transformieren > Vertikal spiegeln (Strg+T). Drücken Sie anschließend die Eingabetaste, oder klicken Sie auf das Häkchen in der Optionsleiste, um die Transformation anzuwenden.
Sie fügen das Reflexionsbild in die Arbeitskopie ein, indem Sie die Arbeitsfläche wie folgt bis an den unteren Rand der Arbeitskopie vergrößern:
1. Aktivieren Sie das Dokumentfenster SunsetWorking, und heben Sie ggf. die Markierung des Bildes auf (Strg+D).
2. Wählen Sie Bild > Arbeitsfläche (Alt+Strg+C). Das Dialogfeld Arbeitsfläche wird geöffnet.
3. Das Ankerdiagramm in der Mitte enthält ein weißes Quadrat, das die Position des Bildes und Richtungspfeile darstellt. Klicken Sie auf den Pfeil direkt oberhalb des weißen Quadrats (siehe Abbildung 2-1), um anzugeben, dass Sie die Fläche unterhalb vergrößern möchten.

- Abbildung 2-1: Ankerdiagramm
4. Ändern Sie die Höhe entsprechend der hinzuzufügenden Arbeitsfläche. Sie können diese mathematisch berechnen und dann die neuen Abmessungen eingeben. Sie können jedoch auch das Kontrollkästchen Relativ oberhalb des Ankerdiagramms aktivieren und die endgültige Höhe eingeben. Geben Sie in das Textfeld Höhe beispielsweise den Wert 4 ein, wenn das Bild nach dem Hinzufügen von Arbeitsfläche diese Höhe aufweisen soll (siehe Abbildung 2-2).

- Abbildung 2-2: Abmessungen der Arbeitsfläche
5. Wechseln Sie zu dem Dokumentfenster mit dem gespiegelten Bild.
6. Wählen Sie in der Werkzeugpalette das Verschieben-Werkzeug aus, und ziehen Sie das gespiegelte Bild in das Dokumentfenster SunsetWorking.
7. Positionieren Sie das gespiegelte Bild ohne Lücke oder Überlappung unter dem Originalbild.
Verwenden Sie zum Verschieben des Bildes in kleinen Schritten die Pfeiltasten auf der Tastatur (wird auch als Bewegen bezeichnet).
8. Beachten Sie, dass sich das gespiegelte Bild in der Ebenen-Palette auf einer neuen Ebene befindet. Sie markieren das Bild, indem Sie in der Ebenen-Palette bei gedrückter Strg-Taste auf die Miniaturansicht des Bildes klicken.
9. Drücken Sie Strg+T, und ziehen Sie den Griffpunkt unten in der Mitte nach oben. Sie reduzieren so nur die Bildhöhe, da bei einer natürlichen Reflexion das reflektierte Bild kürzer ist. Drücken Sie die Eingabetaste, oder klicken Sie in der Optionsleiste auf das Häkchen.
10. Schneiden Sie das Bild bei Bedarf zu, um überflüssige weiße Arbeitsfläche zu entfernen.
11. Speichern Sie die Änderungen von SunsetWorking, und schließen Sie die Kopie des gespiegelten Bildes, ohne sie zu speichern.
Das Reflexionsbild ist nun fertig und kann weitergeleitet werden.
Glätten und weiche Auswahlkanten
Mit diesen Techniken können Sie die Kanten der Auswahl glätten und harte Linien vermeiden. Es besteht nur ein geringer Unterschied zwischen den beiden Effekten. Beim Glätten werden die Farbübergänge zwischen den Randpixeln und den Hintergrundpixeln weicher gemacht. Weiche Auswahlkanten verzerren die Kanten, indem eine Überblendungsfläche zwischen der Auswahl und den umgebenden Pixeln eingefügt wird. Sie können für die Breite dieser Fläche einen Wert zwischen 1 und 250 Pixeln festlegen. Der Glättungseffekt muss vor der Auswahl aktiviert werden. Weiche Auswahlkanten können sowohl vor als auch nach der Auswahl angewendet werden.
In den folgenden Abbildungen werden die Auswirkungen beim Spiegeln eines Bildes dargestellt.
Um diesen Spiegeleffekt zu erzielen und neue Auswahlmethoden zu üben, kopieren Sie das Originalbild, vergrößern die Arbeitsfläche und wenden eine horizontale Spiegelung an. Anschließend kopieren Sie einen Teil des gespiegelten Bildes (hier eine der größeren Blumen) und fügen diesen in das Originalbild ein. Hierbei kommt eine andere Methode zum Kopieren des ausgewählten Bereichs ohne Verwendung der Zwischenablage zum Einsatz. Zudem realisieren Sie mit der Auswahlellipse und dem Glättungswerkzeug ein weicheres Erscheinungsbild der eingefügten Blume und löschen mit einer speziellen Funktion des Radiergummi-Werkzeugs Bereiche im Originalbild.
So erstellen Sie ein Spiegelbild
1. Laden Sie die Datei Flower.jpg herunter, und öffnen Sie diese.
2. Halten Sie die Alt-Taste gedrückt, und wählen Sie dann Bild > Bild duplizieren.
3. Schließen Sie das Originalbild.
4. Wählen Sie Datei > Speichern unter, und speichern Sie das duplizierte Bild im PSD-Format.
5. Führen Sie die gleichen Schritte wie beim Erstellen des Reflexionsbildes aus. Verwenden Sie diesmal jedoch die Transformation Horizontal spiegeln, und vergrößern Sie die Arbeitsfläche für das gespiegelte Bild. Entfernen Sie anschließend alle überflüssigen weißen Flächen.
6. Speichern Sie das Zwischenbild unter einem neuen Dateinamen, und schließen Sie die Datei, bevor Sie fortfahren. Die Bedeutung dieses Schritts wird später in dieser Lektion erläutert, wenn Sie die Protokoll-Palette verwenden.
7. Öffnen Sie das Bild, das Sie im letzten Schritt gespeichert haben.
8. Aktivieren Sie die Auswahlellipse, und setzen Sie ggf. die Werkzeugoptionen zurück. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Option Glätten aktiviert haben (es wird ein Häkchen angezeigt).
9. Zeichnen Sie eine Auswahlellipse um die große weiße Blume auf der rechten Seite des Bildes. Drücken Sie die Alt-Taste, um an dem grünen Punkt des Blatts und in der Mitte zu beginnen (siehe Abbildung 2-3).

- Abbildung 2-3: Auswahlellipse
Sie benötigen ein wenig Übung, um mit der Auswahlellipse eine Auswahl zu treffen. Sie können die Auswahlfläche beim Zeichnen durch Drücken der Leertaste verschieben. Oder Sie drücken die Alt-Taste, um von der Mitte nach außen zu zeichnen. Lassen Sie erst die Maustaste und dann die Alt-Taste los.
10. Erstellen Sie eine Kopie der Blume. Verwenden Sie hierzu eine alternative Methode, bei der das Bild durch Ziehen an eine neue Position kopiert wird. Dieser Vorgang ist auch in Adobe Illustrator und anderen Grafikprogrammen verfügbar. Aktivieren Sie das Verschieben-Werkzeug, und halten Sie die Alt-Taste gedrückt. Anstelle des Mauszeigers wird nun ein schwarzer Pfeil mit einem zusätzlichen weißen Pfeil angezeigt. Verschieben Sie die Blume in die Mitte des Bildes, wie in Abbildung 2-4 gezeigt.

- Abbildung 2-4: Mittlere Position der Blume
Wenn Sie das Bild ohne Drücken der Alt-Taste verschieben, werden die Pixel an der Originalposition mit der Hintergrundfarbe gefüllt, sofern sich die Auswahl auf der Hintergrundebene befindet. Auf anderen Ebenen ist die verbleibende Fläche transparent.
In diesem Beispiel befindet sich das Bild auf einer separaten Ebene rechts neben der Arbeitsfläche mit dem weißen Hintergrund. Wenn Sie die Auswahl verschieben, ohne das Bild zu kopieren, wird dieser weiße Hintergrund angezeigt. Den Unterschied zeigen Sie an, indem Sie das gespiegelte Bild so verschieben, dass es das Originalbild überlagert, und dann eine Auswahl treffen. Wenn Sie diese Auswahl verschieben, ohne sie zu kopieren, wird das darunter liegende Bild sichtbar.
Beachten Sie, dass der umgebende Bereich der kopierten Blume die anderen Blumen abdeckt. Da Sie die Blume auf die rechte Seite kopiert haben und sich diese auf einer neuen Ebene befindet, können Sie mit dem Radiergummi-Werkzeug und einer zugehörigen Option Teile löschen, um zu dem in der Protokoll-Palette gespeicherten Bild zurückzukehren. Dies ist mit dem Protokoll-Pinsel-Werkzeug vergleichbar.
So verwenden Sie das Radiergummi-Werkzeug
1. Die Protokoll-Palette enthält oben rechts neben dem Pinsel-Werkzeug eine kleine Miniaturansicht. In dieser Miniaturansicht wird normalerweise das kopierte Zwischenbild angezeigt (siehe Abbildung 2-5). Der Dateiname in Ihrem Programm stimmt dabei nicht mit dem Namen in diesem Beispiel überein.

- Abbildung 2-5: Miniaturansicht in der Protokoll-Palette
Wenn in der Miniaturansicht nicht das kopierte Zwischenbild angezeigt wird, sollten Sie das Kopieren der Blume rückgängig machen, die aktuelle Datei speichern, die Datei schließen und sie anschließend erneut öffnen. Wenn Sie mit der Protokoll-Palette vertraut sind, können Sie den Zustand ohne die Kopie der Blume wiederherstellen, einen neuen Schnappschuss erstellen und die Quelle des Protokoll-Pinsel-Werkzeugs ändern.
2. Vergewissern Sie sich, dass die kopierte Blume weiterhin markiert ist, und aktivieren Sie dann das Radiergummi-Werkzeug. Setzen Sie ggf. die Werkzeugoptionen zurück.
3. Klicken Sie in der Optionsleiste auf Basierend auf Protokoll löschen. Sie löschen so den Teil des kopierten Bildes, der die darunter befindlichen Blumen abdeckt, sodass das Originalbild wieder zu sehen ist.
4. Ziehen Sie das Radiergummi-Werkzeug über den Teil, den Sie löschen möchten. Sie können die Größe des Radiergummi-Werkzeugs bei Bedarf in der Optionsleiste über das Popup-Menü Pinsel mit dem Regler für den Hauptdurchmesser oder mit einem Tastaturbefehl ändern. Wenn Sie die Taste für die linke eckige Klammer ([) drücken, wird die Pinselgröße reduziert. Wenn Sie die Taste für die rechte eckige Klammer ([) drücken, wird die Pinselgröße erhöht. Im Popup-Menü Pinsel können Sie zudem die Härte anpassen.
Probieren Sie die Funktionsweise des Radiergummi-Werkzeug bei Deaktivierung von Basierend auf Protokoll löschen aus. Die kopierte Blume wird dabei so positioniert, dass sich der Auswahlbereich über einem Teil des Bildes auf der gleichen Ebene und über einem Teil des Bildes auf der Hintergrundebene befindet. Wenn Sie die rechte Hälfte des Auswahlbereichs löschen, wird dieser Bereich in Photoshop transparent, und Sie sehen den weißen Hintergrund. Wenn Sie die linke Seite löschen, wird dieser Bereich in Photoshop ebenfalls transparent, und Sie sehen das Bild auf der Hintergrundebene (siehe Abbildung 2-6). Wenn Sie Objekte auf der Hintergrundebene entfernen, zeigt Photoshop die Hintergrundfarbe an.

- Abbildung 2-6: Beispiel für das Radiergummi-Werkzeug
Das andere Löschwerkzeug in der Radiergummi-Gruppe, der so genannte Hintergrund-Radiergummi, weicht nur in zwei wesentlichen Punkten von der Funktionsweise des Magischer Radiergummi-Werkzeugs ab. Einer der Punkte betrifft das Löschen durch Ziehen anstelle von Mausklicks. Den Hintergrund-Radiergummi ziehen Sie über das Bild, um Pixel zu löschen. Beim Magischer Radiergummi-Werkzeug klicken Sie zum Löschen von Pixeln auf das Bild. Weiterhin können Sie das Magischer Radiergummi-Werkzeug mit verschiedenen Einstellungen in der Optionsleiste exakter steuern.
Um die Schritte in diesem Abschnitt durchzuführen, schneiden Sie die zusätzlichen dunklen Bereiche auf der linken und rechten Seite des Bildes zu und speichern dann die Änderungen. Sie verfügen nun über ein völlig neues Bild, das auf dem vorhandenen Bild basiert.
Verwenden des Zauberstab- und Magischer Radiergummi-Werkzeugs
Wenn Sie die beiden nächsten Bilder vergleichen, sehen Sie, dass das neue Bild durch zusätzliche Heißluftballons interessanter erscheint.
Wählen Sie den Heißluftballon mit der am besten geeigneten Methode aus, um ihn zu kopieren. Verwenden Sie nicht die Auswahlellipse. Bei diesem Werkzeug würde aufgrund der Position der Gondel zu viel von dem Himmel in den Heißluftballon einbezogen. Beachten Sie, dass Teile des Himmels dunkler sind. Wenn Sie den Himmel markieren, können Sie mit einem Befehl die jeweils anderen Teile auswählen (in diesem Fall die Heißluftballon). Verwenden Sie hierzu das Zauberstab-Werkzeug.
Mit dem Zauberstab-Werkzeug wählen Sie farbige Bereiche basierend auf der Helligkeit der Pixel aus, auf die Sie mit dem Werkzeug klicken. Mit der Toleranzoption für das Zauberstab-Werkzeug steuern Sie, wie strikt die Helligkeit der Farbe bzw. des Farbbereichs mit der Farbe des ausgewählten Pixels übereinstimmen muss.
Bei der Standardtoleranz von 32 werden durch das Werkzeug alle Pixel ausgewählt, die 32 Schattierungen heller oder dunkler als die Farbe des ausgewählten Pixels sind. Vom Helligkeitswert des Pixels werden also 32 subtrahiert und addiert.
Abbildung 2-7 verdeutlicht dieses Konzept anhand des RGB-Farbschemas. Die Spalte „A“ gibt an, dass durch den Zauberstab Farben im Bereich zwischen 68 und 132 vom Farbwert R100 G100 B100 ausgewählt werden. In der Spalte „B“ wurde der Toleranzwert erhöht, sodass die Auswahl Farben im Bereich 67 bis 133 enthält.

- Abbildung 2-7: Vergleich der Toleranzwerte für das Zauberstab-Werkzeug
Sie erlernen nun zwei Methoden sowie einige alternative Ansätze für die Auswahl des Heißluftballons und der Gondel. Probieren Sie alle Methoden aus, und ermitteln Sie die beste Vorgehensweise. Bedenken Sie dabei, dass es keine richtige oder falsche Auswahlmethode für den Heißluftballon gibt.
Sie können die Standardeinstellungen des Programms zurücksetzen, oder Sie stellen bei jedem Schritt die Werkzeugoptionen wieder her.
Verwenden Sie zunächst die folgende Technik:
1. Laden Sie die Datei Balloon.jpg herunter, und öffnen Sie diese.
2. Wählen Sie Bild > Bild duplizieren. Speichern Sie die duplizierte Datei unter dem Namen Balloons-working im PSD-Format.
3. Wählen Sie das Zauberstab-Werkzeug aus, und achten Sie auf die Einstellungen in der Optionsleiste. Setzen Sie bei Bedarf die Werkzeugoptionen zurück, indem Sie in der Optionsleiste auf das Quadrat-Werkzeug doppelklicken.
Eine der Einstellungen in der Optionsleiste lautet Benachbart. Wenn Sie diese Option aktivieren, werden die Pixel in der Nähe des Pixels ausgewählt, auf das Sie klicken. Ist die Option deaktiviert, wählt Photoshop Pixel innerhalb des Toleranzbereichs im gesamten Bild aus. Aktivieren Sie die Option für die nächsten Schritte.
Probieren Sie nun verschiedene Toleranzeinstellungen aus, um deren Auswirkungen zu sehen. Verwenden Sie die Scrub-Regler, um den Wert zu vergrößern oder zu verringern. Wenn die erste Auswahl nicht genügend Pixel enthält, geben Sie einen höheren Wert ein. Um dem Beispiel besonders ähnliche Pixel auszuwählen, verwenden Sie einen niedrigen Wert. Der Zauberstab verwendet für die Beispielauswahl die gleiche Größe wie das Pipette-Werkzeug.
So probieren Sie verschiedene Toleranzeinstellungen aus
1. Ändern Sie die Toleranz in 55, und klicken Sie dann im Bereich des Himmels auf das Zauberstab-Werkzeug.
2. Achten Sie auf den kleinen Bereich oben rechts in dem Heißluftballon, der der Auswahl hinzugefügt wird. Entfernen Sie diesen aus der Auswahl.
3. Reduzieren Sie die Toleranz auf 32.Drücken Sie dann die Alt-Taste. Der Zauberstab-Mauszeiger ändert sich daraufhin in ein Minuszeichen für die Subtraktion. Sie können auch in der Optionsleiste auf die Schaltfläche Subtrahieren klicken.
4. Klicken Sie auf den blauen Bereich an der Seite des Heißluftballons, um diesen aus der Auswahl zu entfernen.
Wenn Sie den Hintergrund einfach löschen und eine andere Art von Bild erstellen möchten, drücken Sie die Entf-Taste. Drücken Sie zu Übungszwecken die Taste D, um als Vordergrund- und Hintergrundfarbe die Standardeinstellung Schwarzweiß zu verwenden. Drücken Sie dann die Taste X, um die Farben umzukehren und den Hintergrund schwarz anzuzeigen. Drücken Sie dann die Entf-Taste. Wählen Sie vor dem Fortfahren Bearbeiten > Rückgängig oder Schritt zurück, um die Auswahl des Himmels wiederherzustellen.
5. Wählen Sie Bild > Auswahl umkehren (Umschalt+Strg+I), um das Gegenteil auszuwählen (in diesem Fall den Heißluftballon).
6. Nachdem Sie den Heißluftballon ausgewählt haben, können Sie kopieren und einfügen. Verwenden Sie den Befehl zum Kopieren anstelle des Ziehens mit dem Verschieben-Werkzeug, damit jede Kopie auf einer neuen, separaten Ebene eingefügt wird.
7. Drücken Sie Strg+T, um die freie Transformation zu aktivieren.
8. Drücken Sie die Umschalttaste, und ziehen Sie die obere linke oder untere rechte Ecke, um den Heißluftballon zu verkleinern.
9. Drücken Sie die Eingabetaste, oder klicken Sie in der Optionsleiste auf das Häkchen.
10. Wiederholen Sie das Kopier-, Einfüge- und Skalierverfahren, bis das Bild der Abbildung ähnelt. Wenn kein kopiertes Bild für das Verschieben bzw. Skalieren angezeigt wird, befindet sich das Originalbild exakt über diesem.
Die folgende Auswahlmethode nutzt eine Kombination aus Auswahlrechteck und Zauberstab. Verwenden Sie hierfür entweder das aktuelle Bild, oder öffnen Sie das Originalbild.
11. Vergewissern Sie sich, dass die Hintergrundebene aktiv ist. (Klicken Sie bei Bedarf einmal auf den Namen der Ebene, um diese zu aktivieren.)
12. Aktivieren Sie das Auswahlrechteck, und zeichnen Sie ein Rechteck um den großen Heißluftballon, ohne diesen zu berühren. Da sich die kleineren Heißluftballons auf separaten Ebenen befinden, werden diese nicht in die Auswahl eingeschlossen.
13. Aktivieren Sie dann das Zauberstab-Werkzeug, und drücken Sie die Alt-Taste, um die Auswahl zu reduzieren. Klicken Sie in das Auswahlrechteck, um den Heißluftballon zu markieren.
14. Heben Sie die Auswahl des Heißluftballons auf.
Sie können auch mit dem Lasso-Werkzeug einen Auswahlbereich um einen der kleinen Heißluftballons zeichnen und dann das Magischer Radiergummi-Werkzeug verwenden. Mit dem Magischer Radiergummi-Werkzeug löschen Sie die Pixel mit der gleichen Helligkeit wie das ausgewählte Pixel. Der gelöschte Bereich bleibt danach transparent. Sie können die Einstellungen unter Toleranz und Benachbart für den magischen Radiergummi steuern. Das Magischer Radiergummi-Werkzeug ähnelt dem Zauberstab-Werkzeug, es löscht jedoch Pixel, während mit dem Zauberstab Pixel ausgewählt werden.
Das andere Radiergummi-Werkzeug in dieser Gruppe, der Hintergrund-Radiergummi, löscht Pixel, wenn Sie das Werkzeug ziehen. Der verbleibende Bereich ist anschließend transparent. Die Optionen des Hintergrund-Radiergummi-Werkzeugs unterscheiden sich von denen des Magischer Radiergummi-Werkzeugs.
Sie können diese Technik in Ihrem Heißluftballonbild wie folgt üben:
1. Klicken Sie in der Ebenen-Palette auf die Hintergrundebene, um diese auszuwählen.
2. Zeichnen Sie mit dem Lasso-Werkzeug einen Kreis um den großen Heißluftballon, der einen Teil des blauen Himmels beinhaltet. Setzen Sie die Werkzeugoptionen zurück.
3. Kopieren Sie das ausgewählte Heißluftballonbild, fügen Sie es an einer anderen Position ein, und verkleinern Sie es anschließend.
4. Vergrößern Sie den Bereich bei Bedarf.
5. Aktivieren Sie das Magischer Radiergummi-Werkzeug, und setzen Sie die Werkzeugoptionen zurück. Klicken Sie auf den blauen Bereich um den Heißluftballon. Dieser verschwindet daraufhin wie durch Zauberhand.
6. Speichern Sie die Datei mit dem zusätzlichen Heißluftballon, oder wählen Sie Bearbeiten > Schritt zurück (Alt+Strg+Z), bis der zusätzliche Heißluftballon nicht mehr angezeigt wird.
Speichern Sie das Bild mit den Heißluftballons.
Erstellen einer Vignette
Lernen Sie hier, wie Sie neue Bilder erstellen, indem Sie einen Teil eines vorhandenen Bildes isolieren und verschiedenen Hintergründen hinzufügen. Sie können diese Bilder auf unterschiedlichste Weise verwenden, seien es künstlerische Bilder oder Abbildungen für Veröffentlichungen.
Sie erfahren, wie Sie mit dem magnetischen Lasso eine Auswahl treffen, wie Sie mit der Pipette eine Farbe definieren, wie Sie mit Füllwerkzeug ein Hintergrundmuster erstellen, wie Sie mit dem Verlaufswerkzeug einen weichen Farbübergang für einen Hintergrund realisieren und wie Sie mit dem magischen Radiergummi Farben löschen.
Fangen Sie wie folgt an.
1. Laden Sie die Datei Sunflower.jpg herunter, und öffnen Sie diese. Setzen Sie die Programmstandards oder die Werkzeuge zurück.
2. Wählen Sie Einfügen > Bild duplizieren.
3. Speichern Sie das duplizierte Bild unter dem Namen SunflowerOriginal.psd.
4. Aktivieren Sie zum Löschen des Hintergrunds das Magischer Radiergummi-Werkzeug, setzen Sie die Werkzeugoptionen zurück, und legen Sie als Toleranz 25 fest.
5. Klicken Sie mit dem magischen Radiergummi auf die dunklen Hintergrundbereiche, um die Pixel zu löschen. Das Schachbrettmuster kennzeichnet einen transparenten Hintergrund. Beachten Sie, dass die Hintergrundebene in der Ebenen-Palette automatisch zur aktiven Ebene wird.
Da der magische Radiergummi beim Löschen transparente Pixel zurücklässt, wird die Hintergrundebene automatisch in eine Ebene ohne untergeordnete Ebenen konvertiert und in „Ebene 0“ umbenannt. Wenn Sie die Hintergrundebene für Spezialeffekte ändern möchten, müssen Sie dies manuell durchführen. Doppelklicken Sie hierzu in der Ebenen-Palette auf den Ebenennamen, und klicken Sie dann im Dialogfeld Neue Ebene auf OK.
Erstellen Sie nun mit der Option Weiche Kante des Magnetisches-Lasso-Werkzeugs eine weiche Kante für die Vignette. Durch weiche Auswahlkanten werden die Kanten verzerrt, indem eine Überblendungsfläche zwischen der Auswahl und den umgebenden Pixeln eingefügt wird.
Das magnetische Lasso eignet sich als Auswahlwerkzeug speziell für kontrastreiche Bereiche. Es kann auch verwendet werden, ohne den Hintergrund zu löschen, da ein starker Kontrast zwischen der gelben Sonnenblume und dem dunklen Hintergrund besteht.
So verwenden Sie das Magnetisches-Lasso-Werkzeug
1. Aktivieren Sie das magnetische Lasso. Setzen Sie ggf. die Werkzeugoptionen zurück.
2. Geben Sie für die weiche Auswahlkante 20 ein.
3. Ziehen Sie die Maus um die Blätter der Blume, und beenden Sie die Auswahl. Wenn Sie die Maustaste loslassen, wird deutlich, dass der Bereich eine andere Form als die Kontur der Blume aufweist. Dies ist auf die Option Weiche Kante zurückzuführen.
4. Erstellen Sie eine neue Datei mit der gleichen Größe und Auflösung wie die geöffnete Datei. Wählen Sie hierzu Datei > Neu und dann in der Menüleiste außerhalb des Dialogfelds das Menü Fenster.
5. Markieren Sie unten im Menü Fenster den Namen der geöffneten Datei. Die Abmessungen und die Auflösung der geöffneten Datei werden automatisch in das Dialogfeld Neue Datei eingefügt. Klicken Sie auf OK.
6. Erstellen Sie ein zweites leeres Dokument mit den gleichen Abmessungen und der gleichen Auflösung.
7. Drücken Sie ggf. die Taste D, um die Vordergrund- und Hintergrundfarbe auf die Standardeinstellungen zurückzusetzen.
8. Wechseln Sie wieder zum Bild der Sonnenblume, und wählen Sie diese aus. Aktivieren Sie das Pipette-Werkzeug, und klicken Sie auf das Blatt am unteren Rand des Bildes, um eine hellgrüne Farbe für den Hintergrund in der neuen Datei auszuwählen.
9. Aktivieren Sie eine der neuen Dateien, indem Sie in die Titelleiste des Dokumentfensters klicken.
10. Aktivieren Sie das Verlaufswerkzeug.
11. Zeichnen Sie eine gerade Linie über die gesamte Breite der Arbeitsfläche, beginnend auf der linken Seite ungefähr in der Mitte der leeren Fläche. Halten Sie die Umschalttaste gedrückt, um die Linie auf gerade Linien zu beschränken. Sie erhalten Sie einen linearen Verlauf mit der dunklen Farbe auf der linken Seite, für den die Vordergrund- und die Hintergrundfarbe verwendet werden.
Probieren Sie verschiedene Verläufe im Dialogfeld Verläufe bearbeiten aus. Klicken Sie in der Optionsleiste auf das Symbol für den Verlaufstyp (nicht auf den Pfeil) rechts neben dem Symbol des Verlaufswerkzeugs. Dies ist mit der Verlaufs-Palette in Adobe Illustrator vergleichbar.
12. Wechseln Sie wieder zum Bild der Sonnenblume, aktivieren Sie das Verschieben-Werkzeug, und ziehen Sie die markierte Sonnenblume in die Datei mit dem Hintergrundverlauf.
13. Platzieren Sie den Mauszeiger über einer gewünschten Position, und speichern Sie die Datei unter dem Namen FlowerGradientbk.psd. Schließen Sie die Datei.
14. Aktivieren Sie in der verbleibenden leeren Arbeitsfläche das Füllwerkzeug. Es befindet sich neben dem Verlaufswerkzeug. Wählen Sie dann in der Optionsleiste Muster aus.
15. Wählen Sie dann im Menü Muster das Gewebemuster als Hintergrund für dieses Bild aus. Sie können auch mit dem Füllwerkzeug und der Vordergrundoption in der Optionsleiste die Arbeitsfläche mit der Vordergrundfarbe füllen.
16. Verschieben Sie die Arbeitsfläche, und klicken Sie auf diese, um sie mit dem ausgewählten Muster zu füllen.
17. Wechseln Sie wieder zu der Datei mit der Sonnenblume, aktivieren Sie das Verschieben-Werkzeug, und drücken Sie die Umschalttaste, während Sie die Blume in die Mitte der neuen Datei mit dem Hintergrundmuster ziehen. Ändern Sie bei Bedarf die Position.
18. Drücken Sie die Taten Strg+T, skalieren Sie die Blume, und wenden Sie die Transformation durch Drücken der Eingabetaste an.
19. Schneiden Sie das Bild so zu, dass der Umfang an Hintergrund um die Sonnenblume ungefähr gleich ist.
So fügen Sie eine Umrandung hinzu
20. Aktivieren Sie die Hintergrundebene, und wählen Sie Auswahl > Alles auswählen (Strg+A).
21. Wählen Sie Auswahl > Verändern > Umrandung, und geben Sie in das Dialogfeld Auswahl umranden den Wert 20 ein.
22. Wählen Sie Bearbeiten > Füllung (Umschalt+F5) und dann eine Füllfarbe oder ein Muster.
23. Speichern Sie die Datei unter dem Namen SunflowerPatternbk.psd.
Der Effekt Weiche Kante macht die Kanten der Sonnenblume weicher. Ein Teil des Bereichs ist zudem transparent, um einen nahtlosen Übergang zum Hintergrund zu realisieren. Der Transparenteffekt in diesem Beispiel wurde erzeugt, da der Hintergrund im Originalbild durch Verwendung des Magisches Radiergummi-Werkzeugs und die Erstellung der Ebene 0 ohne Hintergrund transparent wurde. Wenn Sie die Sonnenblume in eine neue Datei verschieben, wird diese auf einer neuen Ebene eingefügt. Die transparenten Kanten ermöglichen daher, dass der Hintergrund angezeigt wird.
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