Einführung in Photoshop

Willkommen bei Ihren Ersten Schritten mit Adobe Photoshop CS2! Adobe Photoshop ist eines der branchenführenden Bildbearbeitungsprogramme. Das leistungsfähige Programm bietet zahlreiche Funktionen für die unterschiedlichsten Benutzer, z. B. für Fotografen, Illustratoren, Grafikdesigner, Künstler, Wissenschaftler und andere Berufe.

Ihnen  werden allgemeine Informationen zur Bildbearbeitung sowie die Programmgrundlagen vermittelt. Sie erhalten eine Einführung in die Konzepte, die Methoden und die grundlegende Bedienung von Photoshop, z. B.:

- Bitmap- und Vektorbilder

- Photoshop-Arbeitsbereich und grundlegende Bedienung

- Einführung in ausgewählte Bildbearbeitungsmethoden

- Einführung in Ebenen

- Einführung in Farben

- Grundlagen zur Bildgröße und Auflösung

Überblick über Photoshop

Photoshop gehört zu einer Gruppe von Bildbearbeitungsprogrammen mit pixelbasierten Umgebungen, die häufig auch als Zeichen- oder Bitmapprogramme bezeichnet werden. Beim Erlernen der Photoshop-Grundlagen werden Sie verschiedene kreative Bearbeitungsmöglichkeiten für Bilder aus verschiedenen Quellen ausprobieren und sogar eigene Bilder erstellen. Ihnen steht eine Vielzahl an Bildressourcen zur Verfügung, darunter digitale Fotografien, gescannte Fotos, Bilder aus anderen Computerprogrammen und Bilder aus dem Internet.

Überprüfen Sie jedoch jede Bildquelle sorgfältig, sodass Sie kein urheberrechtlich geschütztes Material verwenden.

Digitale Bilder oder Grafiken gehören einer von zwei Hauptkategorien an: Bitmapbild oder Vektorbild. Die Bearbeitungsprogramme für diese Bilder werden im Allgemeinen Bitmap- oder Vektorzeichenprogramme genannt. Photoshop ist primär ein Bitmapbearbeitungsprogramm mit gewissen Vektorgrafik- und Textfunktionen. Das Zeichenprogramm von Adobe, Adobe Illustrator, ist hingegen primär ein Vektorzeichenprogramm mit gewissen Bitmapfunktionen. In beiden Programmen können Sie sowohl Bitmaps als auch Vektorbilder bearbeiten.

Bitmapbilder

Eine Bitmap (auch Rasterbild genannt) setzt sich aus einer bestimmten Anzahl einzelner Pixel zusammen, die in einem Raster aus Zeilen und Spalten angeordnet sind. Das bekannteste Beispiel für ein Bitmapbild ist eine digitale Fotografie. Jedem Pixel ist ein Farbwert und eine Position zugeordnet. Dies ist mit der Bildschirmanzeige vergleichbar, bei der ebenfalls Pixel in Zeilen und Spalten angeordnet sind. Die Qualität eines Bitmapbildes hängt von der Anzahl der Pixel (Auflösung) und den Farbinformationen für jedes Pixel ab. Wenn Sie ein Bitmapbild vergrößern, gehen daher Details und Qualität verloren.

Vektorbild

Ein Vektorbild besteht aus Punkten, Linien, Kurven und Polygonen, die als Vektoren bezeichnet werden und durch mathematische Formeln definiert sind. Ein bekanntes Beispiel für ein Vektorbild ist eine technische Zeichnung oder eine Zeichnung mit geometrischen Objekten. Da Vektorbilder mathematisch definiert sind, können Sie ohne Qualitätsverluste vergrößert oder verkleinert werden. Sie werden somit auch als „auflösungsunabhängig“ bezeichnet.

Da ein Computerbildschirm aus Pixeln besteht, werden Vektorgrafiken an diesem als Pixel dargestellt. Adobe Illustrator nutzt eine Glättungstechnik, um die Vektorgrafik am Bildschirm korrekt darzustellen.

In dieser Lektion werden die grundlegende Form eines Bitmapbildes und eines Vektorobjekts in Photoshop vorgestellt. Zunächst erhalten Sie jedoch eine Einführung in den Arbeitsbereich von Photoshop.

Der Arbeitsbereich

Der Arbeitsbereich von Photoshop maximiert den Ihnen zur Verfügung stehenden Bearbeitungsraum und erleichtert den Zugriff auf Werkzeuge, Optionen und Paletten. In Abbildung 1-1 ist der Standardarbeitsbereich mit einem neuen leeren Dokument zu sehen, der auch als aktiver Bildbereich bezeichnet wird. Im Standardarbeitsbereich befinden sich die Werkzeugpalette auf der linken Seite, die Menüleiste und die Optionen oben und die Paletten auf der rechten Seite.

Abbildung 1-1: Photoshop-Arbeitsbereich

Wenn Photoshop zuvor bereits geöffnet und der Arbeitsbereich geändert wurde, stimmt dieser möglicherweise nicht mit der Abbildung überein. Photoshop speichert die Änderungen des Arbeitsbereichs sowie die Änderungen an Dialogfeldern und Werkzeugoptionen. Sie können diese jedoch bei Bedarf problemlos auf die Standardeinstellungen zurücksetzen (siehe folgende Anleitung). Bei gewissen Dialogfeldern, Werkzeugoptionen und Positionen der Arbeitsbereichkomponenten haben Sie zudem die Möglichkeit, die Änderungen einzeln rückgängig zu machen.

Während Sie den Umgang mit Photoshop erlernen, sollten Sie Änderungen immer auf die Standardeinstellungen zurücksetzen. In einer Arbeits- bzw. Produktionsumgebung wurden gewisse Einstellungen hingegen häufig angepasst und sollten nicht auf die Standardwerte zurückgesetzt werden. Überspringen Sie das folgende Verfahren, wenn Sie die Standardeinstellungen des Programms nicht wiederherstellen möchten.

Setzen Sie zunächst alle Standardeinstellungen zurück, um sich mit dem Vorgang vertraut zu machen. Das folgende Verfahren kann auch in CS und Version 7 verwendet werden.

1. Schließen Sie Photoshop, wenn das Programm geöffnet ist.

2. Halten Sie beim Start von Photoshop die Tasten Umschalt+Strg+Alt gedrückt (Mac: Umschalt+Befehl+Alt oder Umschalt+Befehl+Option). Daraufhin wird ein Dialogfeld eingeblendet, in dem Sie die Einstellungsdatei von Adobe Photoshop löschen können.

3. Klicken Sie auf Ja.

4. Sie werden anschließend in einem Dialogfeld gefragt, ob Sie die Farbeinstellungen anpassen möchten. Klicken Sie auf Nein.

Dieser Teil braucht eventuell ein wenig Übung und kann nicht über eine Desktopverknüpfung realisiert werden. Wenn Sie eine Demoversion von Photoshop verwenden, wird beim ersten Start ein Anfangsbildschirm angezeigt. Halten Sie in diesem Fall die Tasten Umschalt+Strg+Alt weiter gedrückt, bis das Dialogfeld zum Zurücksetzen der Einstellungen eingeblendet wird.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Elemente des Arbeitsbereichs und deren Funktionsweise.

Grundlegende Bedienung

Sie steuern die Optionsleiste, die Paletten und die Werkzeugpalette wie folgt:

- Sie können die Fixierung der Optionsleiste aufheben und diese verschieben. Platzieren Sie hierzu den Mauszeiger auf der vertikalen gepunkteten Linie an der linken Kante, der so genannten Griffleiste. Ziehen Sie die Optionsleiste in den Arbeitsbereich. Sie können diese auch am unteren Rand des Arbeitsbereichs positionieren. Diese Position ist vorteilhaft, wenn Sie vor allem die Mitte und die untere Hälfte des Bildschirms verwenden. Um die Optionsleiste wieder an der Standardposition anzuzeigen, ziehen Sie diese zurück unter die Menüleiste.

- Sie setzen alle Einstellungen in der Optionsleiste auf die Standardwerte zurück, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das quadratische Symbol mit dem Strich klicken (Mac: Befehlstaste+Mausklick) und Werkzeug zurücksetzen oder Alle Werkzeuge zurücksetzen wählen.

- Sie blenden die Optionsleiste, die Werkzeugpalette oder eine der Paletten aus, indem Sie auf die obere oder linke Kante der Leiste doppelklicken. Eingeblendet wird die Leiste, indem Sie auf diese doppelklicken.

- Drücken Sie die Tabulatortaste, um die Optionsleiste, die Werkzeugpalette und die Platten auszublenden. Drücken Sie erneut die Tabulatortaste, um sie wieder einzublenden.

Sie können auf die Optionsleiste, die Werkzeugpalette und die Paletten auch über das Menü Fenster wie folgt zugreifen:

- Drücken Sie die Umschalttaste+Tabulatortaste, um die Paletten im Arbeitsbereich auszublenden. Drücken Sie erneut die Umschalttaste+Tabulatortaste, um die Paletten wieder einzublenden.

- Sie verschieben die Palettengruppen im Arbeitsbereich, indem Sie auf die obere Leiste der Gruppe klicken und diese ziehen. Die Originalposition wird wiederhergestellt, indem Sie Fenster > Arbeitsbereich > Palettenpositionen zurücksetzen wählen.

- Um eine Palette von der zugehörigen Gruppe zu trennen, markieren Sie den Namen der Palette oder klicken auf die Registerkarte und ziehen diese aus der Gruppe. Sie können die Palette wieder in der Gruppe platzieren, indem Sie diese ziehen und in der Gruppe ablegen. Mit dem Befehl Palettenpositionen zurücksetzen werden alle Paletten gleichzeitig und in der Standardreihenfolge zur Gruppe hinzugefügt.

- Sie können auch einzelne Paletten (nicht als Gruppe) speichern. Platzieren Sie hierzu den Mauszeiger auf dem Namen der Palette oder auf der Registerkarte, und ziehen Sie diese in den Palettenraum. Sie können alternativ auch im Kontextmenü für Paletten die Menüoption An Palettenraum andocken wählen.

Klicken Sie zum Öffnen des Kontextmenüs auf den Pfeil oben rechts in der Palette. Durch den Befehl Palettenpositionen zurücksetzen werden alle Komponenten wieder an der Originalposition platziert. Sollte die Palette nicht vollständig angezeigt werden, vergrößern Sie das Photoshop-Fenster auf Vollbild, und legen Sie als Bildschirmauflösung mindestens 1024 x 768 fest.

Da Sie nun mit der Bedienung des Programms vertrauter sind und einen eigenen Arbeitsablauf entwickeln, können Sie einen angepassten Arbeitsbereich erstellen und speichern.

Die Werkzeugpalette

Die Werkzeugpalette in Photoshop CS2 enthält insgesamt 58 grundlegende Werkzeuge, von denen 22 standardmäßig in der Werkzeugpalette angezeigt werden. Zudem beinhaltet Photoshop CS2 zwei neue Werkzeuge: den Bereichsreparatur-Pinsel und das Rote-Augen-Werkzeug. Beide Werkzeuge befinden sich in der Werkzeuggruppe der Reparatur-Pinsel. Der Bereichsreparatur-Pinsel ist das Standardwerkzeug (siehe Abbildung 1-2).

Abbildung 1-2: Bereichsreparatur-Pinsel und Rote-Augen-Werkzeug

Das Farbe-ersetzen-Werkzeug befindet sich nun zusammen mit anderen Stift- und Pinselwerkzeugen in der Gruppe der Pinsel. Früher gehörte es zur Gruppe der Reparatur-Pinsel.

Wenn Sie den Mauszeiger über einem der Werkzeuge in der Werkzeugpalette platzieren, wird eine QuickInfo mit dem Namen des Werkzeugs und dem zugehörigen Tastaturbefehl angezeigt. Sie zeigen die ausgeblendeten Werkzeuge in einer Werkzeuggruppe an, indem Sie auf das kleine Dreieck in der rechten unteren Ecke des Werkzeugs klicken. Sie können auch in den Werkzeugen einer Gruppe blättern, ohne diese einzublenden. Drücken Sie hierzu die Umschalttaste und den Tastaturbefehl für das Werkzeug. Um beispielsweise in den Werkzeugen aus der Gruppe der Lassos zu blättern, drücken Sie Umschalttaste+L. Drücken Sie erneut Umschalttaste+L, um das nächste Werkzeug in der Gruppe anzuzeigen.

Sehen Sie sich nun den unteren Teil der Werkzeugpalette an. Achten Sie besonders auf das große schwarze und weiße Quadrat. Dies sind die Farbauswahlfelder. Das obere Farbauswahlfeld gibt die aktuelle Vordergrundfarbe und das untere die aktuelle Hintergrundfarbe an. Merken Sie sich für diese Felder die beiden folgenden Tastaturbefehle:

- Drücken Sie die Taste D, oder klicken Sie auf das kleine schwarze und weiße Quadrat unterhalb der Farbauswahlfelder, um die Farbauswahlfelder auf die Standardwerte Schwarz und Weiß zurückzusetzen.

- Drücken Sie die Taste X, oder klicken Sie auf den gebogenen Pfeil oberhalb der Farbauswahlfelder, um die Vordergrund- und Hintergrundfarbe zu wechseln (siehe Abbildung 1-3).

Abbildung 1-3: Werkzeuge für die Vordergrund- und Hintergrundfarbe

Dies sind die gleichen Tastaturbefehle wie für die Farbfelder Füllung und Strich in Adobe Illustrator. In Photoshop und Illustrator werden häufig die gleichen Tastaturbefehle und grundlegende Aufgaben verwendet.

Die gleichen Farbauswahlfelder werden auch in der Farbpalette angezeigt. Im weiteren Verlauf dieser Übung wählen Sie die Vordergrundfarbe für eine Füllung aus. Die Vordergrundfarbe wird auch für die Zeichen- und Strichfunktionen verwendet. Die Hintergrundfarbe ist Farbverläufen und dem Radiergummi zugeordnet. Sowohl die Vordergrund- als auch die Hintergrundfarbe werden zudem von einigen Spezialeffektfiltern genutzt.

Die nächste Gruppe in der Werkzeugpalette gehört zum Maskierungsmodus, der in diesem Kurs nicht behandelt wird.

Mit den nächsten drei Schaltflächen können Sie während der Arbeit in Photoshop zwischen verschiedenen Bildschirmmodi wechseln. Auf diese drei Modi wird im späteren Verlauf der Lektion näher eingegangen.

Die beiden letzten Symbole, die sich über einer größeren Schaltfläche befinden, ermöglichen einen schnellen Start der Anwendung ImageReady, mit der Sie Webgrafiken erstellen können.

Die Hilfe von Photoshop enthält ein umfassendes Diagramm der Werkzeugpalette und der Werkzeuggalerie. Drücken Sie F1, oder wählen Sie Hilfe > Photoshop-Hilfe .

Voreinstellungen

Ein Überblick über Photoshop wäre ohne die Voreinstellungen unvollständig. Im Dialogfeld Voreinstellungen können Sie die Einstellungen ändern und so das Programm an Ihren persönlichen Arbeitsablauf anpassen. Die Einstellungen umfassen unter anderem Anzeige-, Cursor- und Transparenzoptionen.

Sie sollten sich unbedingt mit den Voreinstellungen des Programms vertraut machen. Möglicherweise verstehen Sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Fachbegriffe und Einstellungen, da Sie das Programm gerade erst kennen lernen. Die Standardeinstellungen im Dialogfeld Voreinstellungen verdeutlichen die allgemeine Funktionsweise des Programms.

Öffnen Sie die Voreinstellungen, und nehmen Sie eine geringfügige Änderung vor, die sich auf die Navigation in den Werkzeuggruppen auswirkt. Sie empfinden es möglicherweise als umständlich, beim Drücken des Tastaturbefehls für eine Gruppe die Umschalttaste gedrückt zu halten. Sie können dies jedoch wie folgt ändern:

1. Wählen Sie Bearbeiten > Voreinstellungen > Allgemein. (Mac: Sie finden Sie Voreinstellungen im Photoshop-Menü zwischen dem Menü für Apple und Dateien.)

2. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Umschaltt. für anderes Werkzeug, und klicken Sie dann auf OK.

3. Wenden Sie die Änderung auf die Werkzeuggruppe der Lassos an. Immer wenn Sie nun die Taste L drücken, blättern Sie in der Gruppe.

Die Voreinstellungen werden in einer Datei gespeichert, die eventuell Fehler aufweisen kann. Wenn Sie die Einstellungen beim Start von Photoshop auf die Standardwerte zurücksetzen, wird eine neue Voreinstellungsdatei erzeugt und die alte Datei ersetzt. Alle neuen Voreinstellungen gehen daher verloren.

Erstellen einer neuen Bilddatei

Bevor Sie mit der Bildbearbeitung beginnen, sollten Sie sich mit Hilfe einer leeren Datei mit einigen weiteren Grundfunktionen vertraut machen.

1. Wählen Sie Datei > Neu (oder drücken Sie die Tasten Strg+N). Daraufhin wird das Dialogfeld Neu angezeigt (siehe Abbildung 1-4).

Abbildung 1-4: Dialogfeld „Neu“

Wenn im Feld Vorgabe der Wert Zwischenablage lautet und für Breite und Höhe unterschiedliche Abmessungen in der Einheit Pixel angegeben sind, haben Sie in Photoshop oder einer anderen Anwendung zuvor den Befehl zum Kopieren verwendet. Photoshop verwendet die Daten aus der Zwischenablage für die Bemaßung des neuen Bildes. Diese Funktion ist sehr nützlich, wie Sie im weiteren Verlauf der Lektion noch erfahren werden. Drücken Sie zum Verhindern eines Zurücksetzens der Zwischenablage die Taste Alt, während Sie Neu (Strg+N) wählen.

Durch Drücken der Alt-Taste können Sie in Photoshop zahlreiche Dialogfelder überspringen.

2. Klicken Sie auf den Pfeil in der Dropdownliste mit den Vorgaben, um das Menü Vorgaben zu öffnen. Es werden verschiedene Vorgabegrößen für Druck, Web und Video angezeigt. Sie können sogar eine eigene, benutzerdefinierte Größe erstellen und als Vorgabe speichern. Wählen Sie bei Bedarf im Kontextmenü Vorgaben die Photoshop-Standardgröße aus.

3. Lesen Sie die QuickInfo für die verschiedenen Einstellungen und Optionen im Dialogfeld.

4. Beachten Sie, dass anstelle der Maus ein Zeigefinger mit einem Doppelpfeil über den Begriffen Höhe, Breite und Auflösung angezeigt wird (siehe Abbildung 1-5). Dieser wird auch als Scrub-Regler bezeichnet. Wenn Sie die Maustaste drücken und die Maus nach rechts oder links bewegen, werden die Werte in dem Feld vergrößert bzw. verringert. Scrub-Regler stehen auch zum Ändern der Werte in der Optionsleiste und den Paletten zur Verfügung.

Abbildung 1-5: Scrub-Regler

5. Ändern Sie die Einheit für Höhe und Breite in Pixel. Achten Sie darauf, dass die zweite Einheit nach der Änderung der ersten automatisch angepasst wird. Halten Sie beim Ändern der Einheit die Umschalttaste gedrückt, um nur eine Einheit zu ändern.

Durch Drücken der Alt-Taste oder Umschalttaste können Sie die Scrub-Regler etwas exakter steuern. Platzieren Sie den Mauszeiger über den Begriffen, bis ein Zeigefinder angezeigt wird. Drücken Sie die Taste Alt, und verschieben Sie die Maus langsam, um die Werte um jeweils eins zu erhöhen. Drücken Sie die Umschalttaste, und bewegen Sie die Maus langsam, um die Werte um jeweils 10 zu erhöhen. Diese Funktion steht in verschiedenen Dialogfeldern, Werkzeugoptionen und Paletten zur Verfügung.

6. Um im Dialogfeld Neu die Standardeinstellungen wiederherzustellen, klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste auf Zurück. (Anstelle der Schaltfläche Abbrechen wird Zurück angezeigt, wenn Sie die Alt-Taste drücken.)

7. Ändern Sie die Einheiten wieder in Pixel, und übernehmen Sie für den Auflösungssatz die Standardeinstellung.

8. Übernehmen Sie für den Hintergrundinhalt die Farbe Weiß.

9. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie die erweiterten Einstellungen nicht ändern. Diese dienen zur Farbverwaltung und zum Festlegen des Pixel-Seitenverhältnisses bei Videos.

10. Optional: Geben Sie in das Namensfeld oben im Dialogfeld Lektion_Übung1 ein. Dieser Name wird anschließend in der Titelleiste des neuen Dokumentfensters, für die Miniaturansicht der Originaldatei in der Protokoll-Palette sowie als Dateiname beim Speichern angezeigt.

11. Klicken Sie auf OK. Es wird ein Fenster mit einem neuen leeren Dokument geöffnet.

Im unteren Abschnitt des Dokumentfensters haben Sie unmittelbar Zugriff auf Informationen zur aktuell geöffneten Datei. Führen Sie zum Kennenlernen des Dokumentfensters folgende Schritte durch:

1. Zeigen Sie mit der Maus auf den unteren Abschnitt des Dokumentfensters.

2. Klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste hierauf, um die Abmessungen, die Auflösung und die Farbinformationen des Dokuments anzuzeigen (siehe Abbildung 1-6).

 

Abbildung 1-6: Dokumentinformationen

3. Klicken Sie mit der Maus auf eine beliebige Position in diesem Abschnitt, um eine Miniatur des gedruckten Bildes anzuzeigen. In Abbildung 1-7 ist das Bild auf einer Seite von 21,5 x 28  zu sehen. Sie ändern die Seitengröße und Ausrichtung für den Druck, indem Sie Datei > Seite einrichten wählen. Dies ist vor allem bei der Bearbeitung von Pixelabmessungen hilfreich, wenn Sie die Bildgröße relativ zur Seitengröße anzeigen möchten. Klicken Sie zum Einblenden weiterer Dokumentinformationen auf den Pfeil des Kontextmenüs.

Abbildung 1-7: Seitenansicht des Dokuments

Schauen Sie sich nun die Informationen in den Paletten an. Die Ebenen- und die Protokoll-Palette enthalten neue Informationen. Beachten Sie, dass in der Ebenen-Palette eine Ebene namens „Hintergrund“ zu sehen ist.

Sie sollten die Paletten während der Bearbeitung des Dokuments regelmäßig auf neue Informationen überprüfen.

Ebenen kommen im gesamten Kursverlauf zum Einsatz. Diese zählen zu den Schlüsselfunktionen von Photoshop. Sie müssen sich daher mit deren Funktionsweise vertraut machen, um weiterführende Aufgaben wie komplexe Fotokompositionen durchzuführen.

Auswählen eines gesamten Bildes

Es stehen zahlreiche Auswahlmethoden zur Verfügung, ebenfalls eine Schlüsselfunktion in Photoshop. Beginnen Sie zunächst mit der einfachsten Auswahlmethode: Alle auswählen. Mit diesem Befehl markieren Sie das gesamte Bild im Dokumentfenster. Eventuell kennen Sie den Befehl Alle auswählen bereits aus anderen Programmen. Sie erfahren nun, wie dieser in der pixelbasierten Umgebung von Photoshop verwendet wird. Sie können diese Methode sogar in einem leeren Dokument üben.

1. Klicken Sie auf Auswahl > Alle auswählen (Strg+A). Es wird eine animierte (bewegte) gestrichelte Linie innerhalb des Dokumentfensters angezeigt. Diese Linie wird auch als Auswahlwerkzeug und die Bewegung als Auswahl und Masken bezeichnet. Die gestrichelte Linie ist in Abbildung 1-8 zu sehen.

Abbildung 1-8: Auswahlwerkzeug

Sie heben die Auswahl des Bildbereichs auf, indem Sie auf Auswahl > Auswahl aufheben (Strg+D) klicken. Zudem können Sie die Linie vorübergehend ausblenden, indem Sie Strg+H drücken. Machen Sie dies jedoch umgehend durch Drücken der Taste H rückgängig, sodass keine Probleme aufgrund der nicht angezeigten aktiven Auswahl entstehen.

Zeichnen von Pixel- und Vektorformen

Sie zeichnen nun zwei grundlegende Formen und nehmen weitere Auswahlen vor. Mit dem Auswahlrechteck können Sie Pixel zeichnen und auswählen. Weiterhin zeichnen Sie mit dem Rechteckwerkzeug, das sowohl für Vektorformen als auch für Pixelformen verwendet werden kann, eine rechteckige Vektorform.

1. Aktivieren Sie das Auswahlrechteck in der Werkzeugpalette. Zeichnen Sie in dem neuen, leeren Dokument oben links ein kleines Rechteck, indem Sie die Maus nach unten und nach rechts ziehen. Drücken Sie die Umschalttaste, um das Rechteck auf ein Quadrat zu beschränken.

2. Wählen Sie Bearbeiten > Fläche füllen (Umschalttaste+F5). Das Dialogfeld Fläche füllen wird geöffnet.

3. Wählen Sie dann im Dropdownmenü Verwenden die Option Farbe. Der Adobe-Farbwähler wird daraufhin geöffnet.

4. Wählen Sie eine Farbe, indem Sie den kleinen Kreis in dem großen Farbfeld verschieben, indem Sie die Farbregler entlang der vertikalen Farbleiste verschieben oder indem Sie die Farbwerte eingeben. Geben Sie beispielsweise die folgenden RGB-Werte ein: 255, 0, 0 für die Farbe Rot (siehe Abbildung 1-9).

Abbildung 1-9: Farbwähler

5. Klicken Sie auf OK, um den Farbwähler zu schließen, und dann erneut auf OK, um das Dialogfeld Fläche füllen zu schließen. Das Rechteck ist nun rot gefüllt, und die Umrandungslinien (das Auswahlrechteck) kennzeichnen, dass es ausgewählt ist.

6. Klicken Sie auf Auswahl > Auswahl aufheben (Strg+D).

Achten Sie in der Ebenen-Palette darauf, dass sich die rote Form auf der Hintergrundebene befindet. Da es sich hierbei um ein Pixelbild handelt, müssen Sie die Pixel ganz oder teilweise auswählen können, um sie zu ändern oder zu verschieben. Zudem müssen alle Bilder auf der Hintergrundebene markiert werden, bevor Sie diese bearbeiten oder verschieben. So markieren und verschieben Sie Bilder

1. Klicken Sie auf Auswahl > Erneut wählen (Umschalt+Strg+D).

2. Aktivieren Sie in der Werkzeugpalette das Verschieben-Werkzeug, und verschieben Sie das farbige Rechteck auf der Seite.

3. Drücken Sie zum Aufheben der Auswahl die Tasten Strg+D.

Sie zeichnen nun ein Rechteck in einem leeren Bereich des Dokuments, bei dem es sich um eine Vektorform handelt. Sie erlernen dann eine weitere Methode für die Farbauswahl und erfahren, dass für Vektorformen eine andere Auswahlmethode und ein anderes Werkzeug zum Einsatz kommen. Führen Sie die folgenden Schritte durch:

1. Drücken Sie ggf. die Taste D die Farbauswahlfelder auf die Standardwerte zurückzusetzen.

2. Wählen Sie in der Farbpalette aus der Leiste mit dem Farbspektrum am unteren Rand eine Farbe aus. Verschieben Sie die Regler für die Farben, oder geben Sie die Farbwerte ein. Geben Sie beispielsweise in die RGB-Felder 0, 0 und 255 für die Farbe Blau ein (siehe Abbildung 1-10).

Abbildung 1-10: Farbpalette

3. Aktivieren Sie das Rechteck-Werkzeug in der Werkzeugpalette. Dieses befindet sich direkt unterhalb des Text-Werkzeugs.

4. Vergewissern Sie sich, dass in der Optionsleiste die Schaltfläche Formebenen aktiviert ist. Klicken Sie andernfalls mit der rechten Maustaste, und wählen Sie Werkzeug zurücksetzen.

5. Zeichnen Sie unterhalb des ersten Rechtecks oder an einer anderen Position in dem leeren Bereich ein weiteres Rechteck.

6. Aktivieren Sie in der Werkzeugpalette das Pfadauswahl-Werkzeug links neben dem Text-Werkzeug, und klicken Sie auf das Rechteck. Das Rechteck ist jetzt ausgewählt, und Sie können es auf der Seite verschieben.

Das zweite Rechteck ist ein Vektorformobjekt, das sich von dem ersten Pixelbild unterscheidet. Eine Markierung kennzeichnet, dass es sich hierbei um eine andere Form handelt. Beachten Sie, dass in der Ebenen-Palette eine neue Formebene mit anderen Miniaturtypen angezeigt wird. Diese müsste ähnlich wie in Abbildung 1-11 aussehen. Merken Sie sich zu diesem Zeitpunkt nur, dass sich die Vektorform auf einer anderen Ebene befindet.

Abbildung 1-11: Ebenen-Palette

Die beiden Rechtecke (Pixel und Vektor) setzen unterschiedliche Auswahlmethoden für Änderungen voraus. Die Vektorform wählen Sie mit dem Pfadauswahl-Werkzeug aus und die Pixelform mit einem der Auswahlrechteck-Werkzeuge. In Abbildung 1-12 sind beide Rechtecke nach der Auswahl zu sehen. Sie können nun selbständig das Auswählen und Zeichnen üben. In Lektion 2 werden weitere Auswahlmethoden vorgestellt.

Abbildung 1-12: Auswahl der Pixel- und Vektorbilder

Bevor Sie die Datei speichern, sollten Sie sich mit den folgenden Vollbildanzeigemodi vertraut machen:

1. Aktivieren Sie das Zoom-Werkzeug, und klicken Sie dann in der Optionsleiste auf die Schaltfläche Ganzes Bild, oder drücken Sie die Tasten Strg+0 (Null).

2. Wählen Sie das mittlere der drei Fenstermodus-Werkzeuge aus der Werkzeugpalette aus, oder drücken Sie die Taste F. Hierdurch werden am Bildschirm das Bild, die Menüleiste oben und ein zu 50 % grauer Hintergrund angezeigt.

3. Drücken Sie die Tabulatortaste, um die Werkzeugpalette und die Paletten auszublenden. Deaktivieren Sie bei Bedarf im Menü Fenster den Menüeintrag Optionen, um die Optionsleiste auszublenden.

4. Verschieben Sie das Bild, indem Sie die Leertaste drücken und vorübergehend das Hand-Werkzeug aktivieren.

5. Drücken Sie erneut die Taste F, um das Bild ohne Menüleiste und mit einem schwarzen Hintergrund am Bildschirm anzuzeigen. Mit den Tasten Strg+Tabulator können Sie in allen geöffneten Bildern blättern.

6. Drücken Sie zum Wiederherstellen des Standardmodus die Taste F, oder drücken Sie die Tabulatortaste, um die Werkzeugpalette anzuzeigen. Klicken Sie dann auf das Standardmodus-Werkzeug.

Sie können die Übungsdatei in einem neuen Ordner für die Lektionsdateien speichern. Wählen Sie hierzu Datei > Speichern, und geben Sie in das Textfeld für den Dateinamen Lektion1_Übung1 ein. Wählen Sie dann als Format Photoshop (*.PSD;*.PDD). Die Datei wird als Photoshop-Datei und nicht als JPEG-Datei (Joint Photographic Experts Group) gespeichert. Beim Speichern von Dateien wird ggf. ein Dialogfeld zum Maximieren der Kompatibilität eingeblendet. Sie sollten diese Option aktiviert lassen und das Dialogfeld in den Voreinstellungen unter Dateien verarbeiten deaktivieren. Weitere Informationen zum Speichern kompatibler Dateien finden Sie in der Hilfe von Photoshop.

Sie haben sich nun bereits einen ersten Überblick über die grundlegende Funktionsweise von Photoshop sowie über einige einfache Auswahl- und Zeichnungsmethoden verschafft.

Aufnehmen, Zuschneiden und Transformieren

In diesem letzten Abschnitt der Lektion erfahren Sie, wie Sie eine Bildschirmabbildung aufnehmen, das Bild mit dem Freistellungswerkzeug zuschneiden, Teile des Bildes mit Hilfe der Navigator-Palette vergrößern und grundlegende Transformationen anwenden.

Aufnehmen einer Bildschirmabbildung

Während Sie sich mit den Grundlagen des Programms vertraut machen, sollten Sie einfache Bilder verwenden. Komplexe Bilder würden Sie nur vom Wesentlichen ablenken. In dieser Lektion erfahren Sie, wie Sie eine Bildschirmabbildung aufnehmen.

Erstellen Sie zunächst eine Bildschirmabbildung eines Ordners mit Bilddateien in Miniaturansicht. Wenn Sie den Datei-Browser aus einer früheren Version von Photoshop oder Bridge – dem neuen Datei-Browser in CS2 – bereits kennen, können Sie diesen für die Bildschirmaufnahme verwenden. So nehmen Sie eine Bildschirmabbildung auf

1. Minimieren Sie Photoshop, wenn das Programm geöffnet ist. Öffnen Sie dann den Arbeitsplatz, um den Dateiordner mit den Bildern zu suchen. Verwenden Sie beispielsweise einen Dateiordner im Beispielordner des Verzeichnisses mit den Photoshop-Programmdateien.

2. Wechseln Sie ggf. zur Miniaturansicht. (Mac: Verwenden Sie die Symbolansicht.)

3. Drücken Sie die Tasten Alt+Druck. Hierdurch wird eine Bild bzw. eine Bildschirmabbildung des aktiven Fensters aufgenommen und in der Zwischenablage gespeichert. Das Bild wird erst angezeigt, wenn Sie es in Photoshop einfügen. (Mac: Drücken Sie die Tasten Befehl+Umschalt+4 und dann beim Auswählen des Bildschirmbereichs Steuerung.)

4. Schließen Sie das Fenster, und vergrößern Sie Photoshop.

5. Wählen Sie Datei > Neu. Beachten Sie, dass im Dialogfeld Neu unter Vorgabe die Zwischenablage angezeigt wird. Photoshop öffnet automatisch eine neue Datei mit den Abmessungen und der Auflösung der Daten in der Zwischenablage.

6. Klicken Sie auf OK, und wählen Sie dann Bearbeiten > Einfügen (Strg+V), um das Bild in das neue, leere Fenster einzufügen.

Schauen Sie sich die Informationen an, die nun in den Paletten angezeigt werden. In der Protokoll-Palette sind die bisher durchgeführten Aufgaben zu sehen. Die Ebenen-Palette enthält das eingefügte Bild auf einer neuen Ebene.

Sie können die Bildabmessungen auch anzeigen, indem Sie unten im Dokumentfenster bei gedrückter Alt-Taste mit der Maus klicken.

Verwenden des Freistellungswerkzeugs und der Navigator-Palette

Sie erfahren nun, wie Sie ein Bild zuschneiden. In diesem Beispiel wird nur ein Teil einer Bildminiatur beibehalten. Vergrößern Sie den zuzuschneidenden Bereich mit Hilfe der Navigator-Palette wie folgt:

1. Probieren Sie den Zoom-Schieberegler in der Navigator-Palette aus. Wenn Sie einen Zoomfaktor über 100 % einstellen und den Mauszeiger über der Miniatur des Bildes platzieren, können Sie mit dem farbigen Feld (Rechteck) einen Bildbereich isolieren. Die gleiche Aufgabe kann auch mit dem Zoom-Werkzeug durchgeführt werden.

2. Aktivieren Sie das Freistellungswerkzeug in der Werkzeugpalette.

3. Ziehen Sie im Dokumentfenster ein Rechteck um den Teil des Bildes, der beibehalten werden soll. Achten Sie auf die Auswahlmarkierung um den Bereich. Sie ändern den Bereich, indem Sie entweder den gesamten Auswahlbereich verschieben oder indem Sie die Griffpunkte ziehen.

4. Lassen Sie die Maustaste los. Der Bildbereich außerhalb der Zuschnittmarkierungen wird dunkler angezeigt. Diese Bildteile werden gelöscht (siehe Abbildung 1-13).

Abbildung 1-13: Zuschnitt eines Auswahlbereichs

5. Klicken Sie zum Abschluss des Zuschneidens mit der rechten Maustaste, und wählen Sie Freistellen, doppelklicken Sie in das Auswahlrechteck, klicken Sie auf das Häkchen rechts neben der Optionsleiste, oder drücken Sie die Eingabetaste.

6. Sie können den Zuschnitt auch vor Abschluss der Aufgabe abbrechen. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste, und wählen Sie Abbrechen, klicken Sie in der Optionsleiste auf die Schaltfläche Abbrechen, oder drücken Sie die Taste Esc.

Die Schaltfläche Abbrechen ist ein roter Kreis mit einer diagonalen Linie durch die Mitte.

7. Schauen Sie sich die Bildabmessungen in den Dokumentinformationen am unteren Bildschirmrand an. Breite und Höhe sind nun geringer. Beim Zuschneiden eines Bildes werden Pixel gelöscht.

 

Anwenden einer Transformation

Bei einer Transformation ändern Sie die Größe, Ausrichtung, Perspektive oder andere Merkmale eines Bildes. In Photoshop sind die Transformationen Skalieren, Drehen, Neigen, Verzerrung, Perspektive und Spiegeln verfügbar. Zudem bietet CS2 eine neue Transformation namens „Verkrümmung“. Eine weitere neue Funktion von CS2 nennt sich „Fluchtpunkt“. Fluchtpunkt und Perspektive werden zwar zumeist in einem Atemzug genannt, der Fluchtpunkt gehört jedoch nicht zur Transformationsgruppe. Die Funktion „Fluchtpunkt“ wird über das Menü Filter aufgerufen und dann in einem separaten Fenster geöffnet. Merken Sie sich, dass die Perspektive hingegen eine Transformation ist.

Sie können Transformationen auf ein gesamtes Bild oder Bildteile anwenden. Hierbei kann es sich sowohl um ein Pixelbild als auch um ein Vektorbild handeln. Wenn Sie auf ein ganzes Bild oder auf Bildteile eine Transformation anwenden und sich dieses auf der Hintergrundebene befindet, müssen Sie es auswählen. Weitere Informationen zu Auswahlmethoden erhalten Sie in Lektion 2.

Sie können Transformationen entweder einzeln oder fortlaufend anwenden bzw. ausführen. Der Befehl für fortlaufende Transformationen lautet Frei transformieren. Wenn Sie auf ein Bild mehrere Transformationen anwenden, sollten Sie dieses Werkzeug für freie Transformationen verwenden, da die Pixelabmessungen hierbei nur einmal geändert werden. Die Änderung der Pixelabmessungen wird auch als Resampling bezeichnet.

So transformieren Sie das zugeschnittene Bild

1. Wählen Sie Bearbeiten > Transformieren > Horizontal spiegeln. Drücken Sie zum Anwenden dieser Transformation die Eingabetaste. Zum Abbrechen wählen Sie Bearbeiten > Rückgängig (Strg+Z).

2. Wählen Sie Bearbeiten > Transformieren > Drehen. Achten Sie auf die nun eingeblendeten Griffpunkte und auf die Einstellungen in der Optionsleiste. Sie können das Bild entweder nach Augenmaß drehen oder einen Drehwinkel in die Optionsleiste eingeben. Platzieren Sie zum Drehen nach Augenmaß den Cursor außerhalb des Umgrenzungsfeldes, bis ein gebogener Doppelpfeil angezeigt wird. Ziehen Sie das Bild nun nach rechts oder links, um es zu drehen. Weitere Transformationen sind erst möglich, wenn Sie die letzte Transformation übernommen haben.

3. Klicken Sie zum Abbrechen der Drehung in der Optionsleiste auf die Schaltfläche Abbrechen.

4. Wählen Sie Bearbeiten > Frei transformieren (Strg+T). Achten Sie auf die im Bild angezeigten Griffpunkte (auch „Transformationssteuerung“ genannt) und auf die Transformationsoptionen in der Optionsleiste.

5. Platzieren Sie den Mauszeiger außerhalb der Steuerelemente, bis das Drehsymbol angezeigt wird, und drehen Sie dann das Bild.

6. Sie verkleinern das Bild, indem Sie mit der rechten Maustaste in das Feld klicken und Skalierung wählen oder indem Sie bei gedrückter Umschalttaste die untere oder obere Ecke nach innen ziehen. Drücken Sie die Eingabetaste oder aktivieren Sie das Kontrollkästchen auf der Optionsleiste, um sowohl die Drehung als auch die Skalierung anzuwenden.

7. Sie neigen das Bild, indem Sie mit der rechten Maustaste klicken und im Transformationsmenü Neigen wählen oder indem Sie Umschalttaste+Strg drücken. Aktivieren Sie den oberen oder unteren Griffpunkt in der Mitte, und ziehen Sie diesen nach rechts oder links (siehe Abbildung 1-14).

Abbildung 1-14: Neigen eines Bildes

Die Anzeige erscheint möglicherweise leicht pixelig. Dies wird jedoch besser, nachdem Sie die Transformation angewendet haben. Wenn das Bild per Zoom vergrößert wurde, sind die Pixel zu sehen.

8. Speichern Sie die Datei unter Lektion1_Übung2 im PSD-Format.



© 2007-2009 www.inhousemarketing.de | Nutzungbedingungen