Grafiktechniken für erfahrene Benutzer

Arbeiten mit Grafiken

Grafiken sind ein wichtiger Bestandteil der meisten Publikationen. Nahezu jeder, der ab und zu mit Publisher arbeitet, kann mit den Basisfunktionen für Grafiken umgehen, z. B. ClipArt oder Grafiken aus gespeicherten Dateien einfügen oder Grafiken verschieben und vergrößern bzw. verkleinern. Dieser Artikel wendet sich an erfahrene Benutzer , hier werden wir weit über diese Grundlagen hinausgehen! In dieser Lektion stehen einige weniger häufig genutzte Funktionen für Grafiken im Mittelpunkt, die Sie einsetzen können, um Ihre Publikationen eindrucksvoller zu gestalten.

Einfügen von Grafiken: Kurze Wiederholung

Zeichnenwerkzeuge

In der Symbolleiste Objekte (links vom Hauptfenster) befinden sich fünf Zeichnungsschaltflächen: Linie, Pfeil, Rechteck, Ellipse und Autoformen (siehe Abbildung 3-1). Klicken Sie auf eine Schaltfläche, um eine Linie oder Form auszuwählen, und ziehen Sie sie dann auf die Seite, um zu zeichnen. Lassen Sie die Maustaste los, um den Vorgang abzuschließen.

Abbildung 3-1: Zeichnenwerkzeuge

Sie können über die Symbolleiste Format mit den Schaltflächen Füllfarbe und Linienfarbe den Linien und Formen verschiedenen Rahmendicken, Formate und Farben zuweisen (siehe Abbildung 3-2). Alternativ dazu können Sie auch mit der rechten Maustaste auf das gezeichnete Objekt klicken, den Befehl AutoForm formatieren wählen und anschließend auf der Registerkarte Farben und Linien Einstellungen für die Linien und die Füllung festlegen.

Abbildung 3-2: Werkzeuge für das Zuweisen von Linien- und Füllfarbe sowie Formaten zu Zeichnungsobjekten

Hier noch ein paar weitere Hinweise zur Arbeit mit Grafiken:

- Ziehen Sie ein gezeichnetes Objekt, um es zu verschieben.

- Ziehen Sie an einer der Auswahlmarkierungen einer Grafik, um die Größe der Grafik zu
   ändern.

- Ziehen Sie am grünen Kreis oberhalb der Grafik, um sie zu drehen.

- Wenn Sie die Umschalttaste gedrückt halten, während Sie die Grafik durch Ziehen in der
   Größe verändern, bleibt das Seitenverhältnis erhalten.

ClipArt

Die meisten der in Publisher verfügbaren ClipArt-Grafiken sind auf dem Microsoft Webserver gespeichert. Sie müssen daher mit dem Internet verbunden sein, wenn Sie nach ClipArt-Grafiken suchen, um eine möglichst gute Auswahl zu haben. Um nach einer ClipArt-Grafik zu suchen, wählen Sie Einfügen > Grafik > ClipArt. Im nun eingeblendeten Aufgabenbereich ClipArt geben Sie Schlüsselwörter ein und klicken anschließend auf OK. In Abbildung 3-3 ist beispielsweise ein Suchvorgang nach Clips mit dem Schlüsselwort Baum dargestellt. Wenn Sie einen passenden Clip sehen, klicken Sie darauf, um ihn in die aktive Seite der Publikation einzufügen.

Abbildung 3-3: ClipArt aus dem Aufgabenbereich „ClipArt“ einfügen

Grafiken aus Dateien

Grafiken aus Grafikdateien, die auf Ihrer Festplatte gespeichert sind, können mühelos über den Befehl Einfügen > Grafik > Aus Datei in Publisher eingefügt werden. Nachdem Sie eine Grafik eingefügt haben, kann sie wie jedes andere Objekt verschoben und in der Größe verändert werden. Publisher akzeptiert Grafiken aus einer Vielzahl von Formaten, z. B. TIFF (Tagged Image File Format), JPEG (Joint Photographic Experts Group), GIF (Graphic Interchange Format) und BMP (Bitmap).

Einscannen von Grafiken direkt in Publisher

Wenn Sie eine Grafik auf Papier haben, die Sie in Publisher einfügen möchten, können Sie den Assistenten für Scanner und Kameras von Microsoft Windows XP verwenden, um die Grafik einzuscannen und als Datei auf der Festplatte zu speichern. Anschließend fügen Sie sie über den Befehl Einfügen > Grafik > Aus Datei in Publisher ein. Diese Methode ist gut geeignet, da die Grafik als separate Datei auf der Festplatte erhalten bleibt und Sie sie so oft wie gewünscht weiterverwenden können.

Wenn Sie jedoch eine Grafik nur für eine einzige spezielle Publisher-Publikation einscannen möchten, können Sie sie auch direkt in Publisher einscannen, um Zeit zu sparen. Publisher 2003 verfügt über eine Schnittstelle, die eine direkte Interaktion mit einem Scanner oder einer Digitalkamera erlaubt, sodass Sie nicht mehr zuvor die Datei auf der Festplatte speichern müssen.

Diese Funktion kann nur verwendet werden, wenn das jeweilige Gerät auf der Hardwarekompatibilitätsliste von Microsoft für Ihr Betriebssystem enthalten ist. Außerdem ist sie nur unter Windows XP verfügbar, nicht unter Microsoft Windows 2000.

Sie führen dazu die folgenden Schritte aus:

1.       Vergewissern Sie sich, dass Ihr Scanner mit dem Computer verbunden
          und eingeschaltet ist.

2.       Wählen Sie Einfügen > Grafik > Von Scanner oder Kamera.

3.       Das Dialogfeld Grafik von Scanner oder Kamera einfügen wird angezeigt
          (siehe Abbildung 3-4). Wählen Sie dann in der Dropdownliste Gerät den
          Scanner aus.

Abbildung 3-4: Grafik direkt einscannen

4.       Wählen Sie Webqualität oder Druckqualität, abhängig vom letztlichen Zweck
          Ihrer Publikation. (Wenn die Publikation möglicherweise gedruckt werden
          soll, wählen Sie Druckqualität.)

Ihre Auswahl in Schritt 4 bestimmt die Auflösung, mit der das Bild eingescannt wird. Druckqualität bedeutet eine höhere Auflösung, für die mehr Speicherplatz auf der Festplatte benötigt wird und die die Publisher-Datei größer werden lässt.

5.       Klicken Sie auf Einfügen. Das Bild erscheint in Ihrer Publikation, bereit zur
          Verwendung.

In Schritt 5 können Sie anstatt auf Einfügen auch auf Einfügen anpassen klicken, um ein Dialogfeld mit weiteren Optionen zu öffnen (siehe Abbildung 3-5). (Dieses Dialogfeld sieht ähnlich dem Dialogfeld aus, das der Assistent für Scanner und Kamera in Microsoft Windows nutzt.)

Abbildung 3-5: Dialogfeld, das durch den Befehl „Einfügen anpassen“ geöffnet wird

Einfügen eines Fotos aus einer Digitalkamera

Einige Digitalkameramodelle ermöglichen es, Fotos aus der Digitalkamera direkt in Publisher einzufügen. Dabei wird in der gleichen Weise wie beim Einscannen von Grafiken vorgegangen.

Im Normalfall erkennt Windows jedoch Ihre Digitalkamera, wenn Sie sie mit dem Computer verbinden, als neues Wechselplatten-Laufwerk, dessen Inhalt Sie wie bei einer Festplatte durchblättern können. Wenn das der Fall ist, fügen Sie das gewünschte Foto mit dem Befehl Einfügen > Grafik > Aus Datei in Ihre Publikation ein, so als wäre das Foto auf der Festplatte gespeichert.

Speichern eines eingescannten Bilds auf der Festplatte

Durch die Übernahme eines Bilds direkt aus einem Scanner wird das Bild in die Publikation eingebettet. Es ist außerhalb der Publikation nicht vorhanden. Wenn Sie das Bild möglicherweise zukünftig auch in einer anderen Publikation oder Anwendung verwenden möchten, sollten Sie es für die spätere Verwendung auf Ihrer Festplatte speichern.

Um eine eingebettete Grafik zu speichern, verwenden Sie den Grafik-Manager und führen die folgenden Schritte aus:

1.       Wählen Sie Extras > Grafik-Manager, um den Aufgabenbereich
          Grafik-Manager anzuzeigen.

2.       Stellen Sie den Cursor auf eine Grafikbezeichnung, und klicken Sie
          anschließend auf den Abwärtspfeil rechts daneben. Wählen Sie im nun
          eingeblendeten Menü den Befehl Als verknüpfte Grafik speichern (siehe
          Abbildung 3-6).

Abbildung 3-6: Eingescanntes Bild als separate Datei speichern

3.       Ändern Sie im Dialogfeld Speichern unter den Dateinamen und den
          Ablageort, wenn gewünscht, und klicken Sie auf OK.

Achten Sie auf die Auflösungseinstellung im Dialogfeld Speichern unter. Wenn die Auflösung der Grafik momentan höher als die Auflösung der Anzeige ist (die normalerweise 96 dpi beträgt), können Sie auf die Schaltfläche Ändern klicken, um die Auflösung, mit der die Grafik gespeichert wird, herabzusetzen. Auf diese Weise wird zwar weniger Speicherplatz auf der Festplatte benötigt, aber auch die Qualität der Grafik wird herabgesetzt, so dass sie nicht mehr gut genug für eine gedruckte Publikation ist.

Nach dem Speichern ist die Grafik nicht länger eine eingebettete Grafik, sondern eine verknüpfte Grafik, d. h. die Grafikdatei wird außerhalb der Publisher-Datei gespeichert. Dies könnte zu Problemen führen, wenn Sie die Publikationsdatei weiterverwenden, ohne die Grafik mitzusenden. Daher kann es sinnvoll sein, die Grafik nach dem Speichern auf der Festplatte mit dem Grafik-Manager wieder zurück in eine eingebettete Grafik zu verwandeln. Auf diese Weise ist sie nicht nur außerhalb von Publisher vorhanden, für den Fall, dass Sie sie wiederverwenden möchten, sondern auch in Ihre Publikation eingebettet.

Um eine verknüpfte Grafik erneut einzubetten, öffnen Sie im Aufgabenbereich Grafik-Manager das Menü für die Grafik und wählen den Befehl In eingebettetes Bild umwandeln.

Bearbeiten von Fotoeinstellungen

Das Fotografieren ist eine Kunst, die nur wenige meisterhaft beherrschen. In vielen Fällen ist es notwendig, ein Foto nach dem Einfügen in Publisher anzupassen. (Es spielt keine Rolle, wie Sie das Foto eingefügt haben, ob aus einer Datei oder aus einem Scanner oder einer Digitalkamera.)

An einem Foto können Sie in Publisher unter anderem die folgenden Änderungen vornehmen.

Zuschneiden von Bildern

Sie können alle Arten von Bildern zuschneiden, auch ClipArt, aber meistens werden auf diese Weise Fotos bearbeitet. Durch das Zuschneiden werden eine oder mehrere Kanten des Bilds entfernt und der Teil vergrößert, den Sie verwenden möchten.

Zum Zuschneiden eines Bilds verwenden Sie die Schaltfläche Zuschneiden in der Symbolleiste Grafik. Wenn diese Symbolleiste nicht automatisch beim Auswählen eines Bilds eingeblendet wird, wählen Sie Ansicht > Symbolleisten > Grafik.

Abbildung 3-7: Symbolleiste „Grafik“

Wenn Sie auf die Schaltfläche Zuschneiden klicken, verwandelt sich der Cursor in eine Zuschneidemarke, und die Auswahlmarkierungen werden zu schwarzen Ecken. Platzieren Sie den Cursor über einer schwarzen Ecke. Der Cursor verwandelt sich dann ebenfalls in eine Ecke. Ziehen Sie nach innen, um das Bild zuzuschneiden (siehe Abbildung 3-8). Wenn Sie fertig sind, klicken Sie erneut auf die Schaltfläche Zuschneiden, oder klicken Sie auf eine Stelle außerhalb des Bilds, um die Zuschneidefunktion zu deaktivieren.

Abbildung 3-8: Bild zuschneiden

Sie können das Zuschneiden eines Bilds auf dieselbe Weise auch wieder rückgängig machen. Aktivieren Sie einfach wieder die Zuschneidefunktion, und ziehen Sie dann eine der Auswahlmarkierungen nach außen anstatt nach innen. Sie können auch die Schaltfläche Grafik zurücksetzen in der Symbolleiste Grafik verwenden, um das Zuschneiden wieder rückgängig zu machen.

Ändern der Helligkeits- und Kontrasteinstellungen

In der Symbolleiste Grafik befinden sich Schaltflächen, die Sie verwenden können, um die Einstellungen für Helligkeit und Kontrast des Bilds zu ändern (siehe Abbildung 3-9). Bei Bedarf können Sie die Änderungen über die Schaltfläche Grafik zurücksetzen wieder rückgängig machen.

Abbildung 3-9: Schaltflächen für Helligkeit und Kontrast in der Symbolleiste „Grafik“

Sie können auch über das Dialogfeld Grafik formatieren für das Bild die Einstellungen für Helligkeit und Kontrast ändern. Wählen Sie Format > Bild, und ziehen Sie auf der Registerkarte Grafik die Schieberegler für Helligkeit oder Kontrast nach rechts oder links bis zur gewünschten Einstellung.

Ändern des Grafikmodus

Wenn Sie in der Symbolleiste Grafik auf die Schaltfläche Farbe klicken, wird eine Dropdownliste eingeblendet (siehe Abbildung 3-10).

Abbildung 3-10: Bildmodus auswählen

Hier können Sie einen der folgenden Modi auswählen:

- Automatisch: Der Originalzustand des Bilds

- Graustufe: Das Bild wird in ein Graustufenbild umgewandelt.

- Schwarzweiß: Das Bild wird in ein reines Schwarzweißbild umgewandelt.

- Intensität: Alle Farben und Schattierungen des Bilds werden reduziert, sodass   es ganz blass erscheint. Diese Funktion ist nützlich, um beispielsweise ein   
  Bild als Hintergrund einzublenden.

Und noch ein weiterer interessanter Effekt: Sie können für ein Graustufenbild auch eine andere Farbe als Grau auswählen. So können Sie beispielsweise ein Foto wie ein altes Sepia-Foto wirken lassen, indem Sie es braun färben.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um das Bild neu einzufärben:

1.       Wenn für das Bild noch nicht der Modus Automatisch ausgewählt ist,
          stellen Sie diesen Modus ein.

2.       Wählen Sie Format > Bild.

3.       Klicken Sie auf der Registerkarte Grafik auf die Schaltfläche Neu einfärben.
          Das Dialogfeld Grafik neu einfärben wird aufgerufen (siehe
          Abbildung 3-11).

Abbildung 3-11: Dialogfeld „Grafik neu einfärben“

4.       Öffnen Sie die Dropdownliste Farbe, und wählen Sie die gewünschte Farbe.
          Es werden die Farben des Farbschemas angezeigt, aber Sie können jede
          beliebige Farbe auswählen.

5.       Klicken Sie auf OK, um den Effekt zu übernehmen.

Ausrichten und Verteilen von Objekten

In einer Publikation sollen die Objekte meist gleichmäßig verteilt oder ausgerichtet sein, aber es kann recht mühsam werden, sie durch Ziehen und Ablegen exakt an der richtigen Stelle zu platzieren. In Publisher stehen Befehle zum Ausrichten und Verteilen zur Verfügung, die Sie dabei unterstützen.

Um die Arbeitsweise dieser Funktionen kennen zu lernen, machen Sie folgende Übung:

1.       Beginnen Sie mit der Erstellung einer neuen, leeren Publikation.

2.       Erstellen Sie eine beliebige Form, und kopieren Sie sie fünf Mal, sodass
          die Form insgesamt sechs Mal vorhanden ist. Ordnen Sie die Formen
          locker in zwei Reihen und drei Spalten an. Sie sollten die Formen nicht
          ganz regelmäßig verteilen, damit Möglichkeiten zur Verbesserung
          bestehen.

3.       Wählen Sie die drei Formen in der obersten Reihe aus (halten Sie die
          Strg-Taste gedrückt, während Sie auf die einzelnen Formen klicken).

4.       Wählen Sie Anordnen > Ausrichten oder Verteilen > Oben ausrichten. Die
          Formen in der oberen Reihe werden so ausgerichtet, dass sie sich alle an
          derselben vertikalen Position befinden.

5.       Wählen Sie Anordnen > Ausrichten oder Verteilen > Horizontal verteilen.
          Der Abstand zwischen den Formen wird angepasst, sodass er zwischen
          der ersten und zweiten Form und zwischen der zweiten und dritten Form
          gleich ist.

6.       Wiederholen Sie die Schritte 3 bis 5, um die Formen in der zweiten Reihe
          selbstständig auszurichten und zu verteilen.

7.       Gruppieren Sie die Formen in der oberen Reihe in einem Objekt, und
          gruppieren Sie dann die Formen in der unteren Reihe ebenfalls in einem
          Objekt. 

8.       Wählen Sie das Objekt in der oberen Reihe aus, und wählen Sie
          anschließend Anordnen > Ausrichten oder verteilen > Relativ zu
          Führungslinien. Es scheint sich nichts zu verändern, aber die Option
          Relativ zu Führungslinien ist nun aktiviert.

9.       Wählen Sie Anordnen > Ausrichten oder Verteilen > Oben ausrichten. Das
          Objekt springt nach oben und ist nun an der oberen Führungslinie
          ausgerichtet.

10.    Wählen Sie das Objekt in der unteren Reihe aus, und wählen Sie
         anschließend Anordnen > Ausrichten oder verteilen > Horizontal verteilen.
         Das Objekt wird auf der Seite zentriert.

11.    Wählen Sie erneut Anordnen > Ausrichten oder Verteilen > Relativ zu
         Führungslinien, um diese Option wieder zu deaktivieren.

12.    Lassen Sie das Objekt in der zweiten Reihe weiterhin ausgewählt, und
         versuchen Sie nun, erneut den Befehl Anordnen > Ausrichten oder
         verteilen > Horizontal verteilen zu wählen. Dieser Befehl kann nicht
         ausgeführt werden, da eine Verteilung, wenn sie nicht relativ zu den
         Führungslinien erfolgt, nur dann möglich ist, wenn drei oder mehr
         separate Objekte ausgewählt sind, und die untere Reihe momentan in
         einem einzigen Objekt gruppiert ist.

13.    Heben Sie die Objektgruppierung für die untere Reihe wieder auf, und
         versuchen Sie die einzeln ausgewählten Objekte erneut horizontal zu
         verteilen. Jetzt funktioniert es.

Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, die in dieser Übung demonstriert wurden:

- Sie können Objekte relativ zu anderen Objekten oder relativ zu den
  Führungslinien ausrichten oder verteilen. Die Standardeinstellung ist dabei die
  Ausrichtung oder Verteilung relativ zu anderen Objekten.

Wenn Sie nicht relativ zu anderen Objekten ausrichten oder verteilen, müssen Sie mindestens zwei Objekte für das Ausrichten bzw. mindestens drei Objekte für das Verteilen auswählen.

Verwenden von Fülleffekten

Sie wissen bereits, wie ein Objekt mit einer Vollfarbe gefüllt werden kann, aber es gibt noch eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten! Mit Fülleffekten werden spezielle Hintergründe für das Objekt erstellt, auf das sie angewendet werden, z. B. ein Textfeld oder eine gezeichnete Form.

Um auf die Fülleffekte zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche Füllfarbe in der Symbolleiste und wählen anschließend Fülleffekte. Das Dialogfeld Fülleffekte wird geöffnet, mit separaten Registerkarten für jeden der fünf verfügbaren Effekte: Graduell, Struktur, Muster, Grafik und Farbton.

Farbverlauffüllung

Ein gradueller Fülleffekt (ein Farbverlauf) bewirkt ein Gefühl der Bewegung, wobei eine Farbe in die andere übergeht. Sie können aus einer Reihe von Schattierungsarten auswählen und die Farben für den Fülleffekt festlegen. Die Farbverlauffüllung in Abbildung 3-12 beginnt beispielsweise mit Weiß oben und geht langsam in das Rot unten über. (Es handelt sich dabei um eine AutoForm, auf die ein 3D-Effekt angewendet wurde, falls Sie dieses Beispiel nachahmen möchten.)

Abbildung 3-12: Farbverlauffüllung

Sie können zwischen einfarbigen und zweifarbigen Farbverläufen (siehe Abbildung 3-13) wählen. Wenn Sie eine einfarbige Farbverlauffüllung wählen, geht die Farbe in Schwarz oder Weiß über. Sie können auch eine der Voreinstellungen für Farbverläufe wählen, die zwei ausgewählte Farben umfassen. Die Voreinstellungen haben für sich selbst sprechende Namen wie Später Sonnenuntergang oder Wüste.

Abbildung 3-13: Farbverlauffüllung auf der Registerkarte „Graduell“ erstellen

Nachdem Sie die Farbe bzw. Farben für die Farbverlauffüllung ausgewählt haben, können Sie zur Feinabstimmung einen Transparenzgrad auswählen. Der Transparenzgrad ermöglicht es, die Farbverlauffüllung nach Wunsch von mehr Transparenz zu weniger Transparenz verlaufen zu lassen. Standardmäßig ist der Wert 0 % eingestellt (keine Transparenz). Wie bei der Transparenz für einfarbige Füllungen bezieht sich die Transparenzeinstellung auf den Grad an Durchsichtigkeit. So wurde beispielsweise in Abbildung 3-14 zunächst ein Textfeld platziert, in dem das Wort Verblassen mehrfach wiederholt wird. Dieses Textfeld wird durch ein anderes, leeres Textfeld überlagert, das eine Farbverlauffüllung mit 0 % als Anfangstransparenz und 100 % als Endtransparenz enthält, wobei für alle Farben Weiß eingestellt ist.

Abbildung 3-14: Eine Farbverlauftransparenz bewirkt verschiedene Transparenzstufen in verschiedenen Bereichen des Rahmens

Sie müssen auch die Schattierungsart für die Farbverlauffüllung auswählen. Damit geben Sie die Richtung des Farbverlaufs an. Innerhalb jeder Schattierungsart können Sie zwischen mehreren Varianten wählen (siehe Abbildung 3-15).

Abbildung 3-15: Mehrere Varianten stehen zur Auswahl

Über das Kontrollkästchen Fülleffekt mit Form drehen auf der Registerkarte Graduell im Dialogfeld Fülleffekte können Sie festlegen, dass der Hintergrundfülleffekt ebenfalls gedreht wird, wenn Sie später das Objekt drehen, für das Sie die Füllung festlegen. Diese Option kann für die Fülleffekte Graduell, Struktur und Grafik festgelegt werden.

Weitere Fülleffekte

Der Fülleffekt Graduell ist der komplexeste Fülleffekt, aber die weiteren Effekte sind ebenso nützlich.

Strukturfüllung

Der Fülleffekt Struktur ermöglicht das Anwenden einer Grafik als Hintergrund, die einem bestimmten Materialtyp ähnelt, z. B. Papier, Stoff oder Holz. Sie können auch eigene Grafiken als Struktur verwenden, indem Sie auf Weitere Strukturen klicken und diese dann auswählen (siehe Abbildung 3-16).

Abbildung 3-16: Strukturfüllung auswählen

Musterfüllung

Ein Muster ist eine Kombination aus einem Vordergrund und einer Hintergrundfarbe. Das Muster ist im Vordergrund und wird über den Hintergrund gelegt (eine so genannte Überlagerung). Der Hintergrund ist standardmäßig Weiß, kann jedoch jede Farbe annehmen (siehe Abbildung 3-17).

Abbildung 3-17: Musterfüllung auswählen

Grafikfüllung

Die Grafikfüllung ist insofern eine Strukturfüllung, dass das Objekt mit einer Grafik ausgefüllt wird, aber bei der Grafikfüllung geben Sie die Grafik an, die verwendet werden soll. Auf der Registerkarte Grafik wird zunächst ein leeres Feld angezeigt. Sie müssen auf Grafik auswählen klicken und anschließend die zu verwendende Grafik suchen und auswählen. Sie wird dann im Vorschaubereich Bild angezeigt (siehe Abbildung 3-18).

Abbildung 3-18: Grafikfüllung auswählen

Über das Kontrollkästchen Bildseitenverhältnis sperren können Sie sicherstellen, dass das Bild nicht verzerrt wird, wenn es an den Rahmen angepasst wird. Das ist besonders wichtig, wenn Sie ein Bild einer Person oder eines Tieres verwenden.

Eine ausgezeichnete Verwendungsmöglichkeit für eine Grafikfüllung besteht darin, eine ungewöhnliche AutoForm als Grafikumgrenzung zu benutzen. Sie können beispielsweise eine sternförmige AutoForm verwenden und dann die Form mit dem Foto einer Person füllen.

Farbtonfüllung

Eine Farbtonfüllung besteht aus einer Vollfarbe (siehe Abbildung 3-19), aber es handelt sich dabei um eine Schattierung der ausgewählten Farbe und nicht um die Originalfarbe. Das kann nützlich sein, wenn Sie ein Farbschema beibehalten möchten, aber eine Farbe zu hell oder zu dunkel für den jeweiligen Zweck ist. Durch Verwenden einer Farbtonfüllung anstatt einer festen Farbe ermöglichen Sie es, dass sich der Farbton ändert, wenn Sie das Farbschema ändern.

Abbildung 3-19: Farbtonfüllung auswählen

Erstellen und Formatieren von WordArt

Mit WordArt können Sie Text eingeben und anschließend diesen Text auf vielerlei Weise bearbeiten, so als wäre er eine Grafik. Sie können damit einige sehr interessante Spezialeffekte erzeugen.

So erstellen Sie ein neues WordArt-Objekt:

1.       Klicken Sie auf die Schaltfläche WordArt einfügen in der Symbolleiste
          Objekte, oder wählen Sie Einfügen > Grafik > WordArt. Der Word Art-
          Katalog wird angezeigt (siehe Abbildung 3-20).

Abbildung 3-20: WordArt-Katalog

2.       Wählen Sie ein WordArt-Format als Ausgangspunkt aus.

Wenn Sie normalen Text in WordArt umwandeln möchten, fügen Sie ihn in ein eigenes Textfeld ein, und wählen Sie dieses Textfeld aus, bevor Sie auf die Schaltfläche WordArt einfügen klicken.

3.       Nachdem Sie das gewünschte WordArt-Format ausgewählt haben, geben
          Sie den zu verwendenden Text in das Dialogfeld WordArt-Text bearbeiten
          ein.

4.       Klicken Sie auf OK. Das WordArt-Objekt wird angezeigt.

Machen Sie sich keine Gedanken, wenn das WordArt-Objekt zunächst nicht so aussieht, wie Sie es sich vorstellen. Es gibt viele Möglichkeiten, das Erscheinungsbild von WordArt-Objekten zu ändern.

Formatieren von WordArt

Wenn ein WordArt-Objekt ausgewählt ist, wird die Symbolleiste WordArt angezeigt. Sie enthält Schaltflächen, über die Sie das Erscheinungsbild des WordArt-Objekts verändern können (siehe Abbildung 3-21).

Abbildung 3-21: Symbolleiste „WordArt“

Die WordArt-Formatierung wirkt sich auf das gesamte WordArt-Objekt aus, d. h. Sie können nicht einen Teil des WordArt-Objekts anders als die anderen Teile formatieren. Erstellen Sie zwei separate WordArt-Objekte, wenn Sie bestimmte Teile unterschiedlich formatieren möchten.

Die wichtigsten Schaltflächen in der Symbolleiste WordArt:

- Über die Schaltfläche WordArt einfügen wird ein neues WordArt-Objekt
  gestartet.

- Über die Schaltfläche Text bearbeiten wird das Dialogfeld WordArt-Text
  bearbeiten erneut geöffnet. Sie können dieses Dialogfeld auch öffnen, indem
  Sie auf das WordArt-Objekt doppelklicken.

- Über die Schaltfläche WordArt-Katalog wird das Dialogfeld WordArt-Katalog 
  erneut geöffnet,
  das Sie ursprünglich zum Erstellen der WordArt verwendet haben. Hier
  können Sie ein
  anderes Format als Ausgangspunkt auswählen.

- Über die Schaltfläche WordArt formatieren wird das Dialogfeld WordArt
  formatieren geöffnet, das den Dialogfeldern Grafik formatieren und Textfeld
  formatieren ähnelt, die Sie in früheren Lektionen kennen gelernt haben. Sie
  können darin unter anderem
   Einstellungen für Umrandung, Füllung und Umbruch für die WordArt festlegen.

- Über die Schaltfläche WordArt-Form haben Sie Zugriff auf eine Palette
  alternativer Formen, die Sie anstelle der Form auf die WordArt anwenden
  können, die mit dem anfänglich im Katalog ausgewählten Format verbunden
  ist.

Sie können die WordArt-Form auch ändern, indem Sie eine gelbe Raute auf der WordArt ziehen. Die gelben Rauten stellen Umformungsmarkierungen dar. Wenn Sie eine dieser Rauten ziehen, wird das ausgewählte Objekt geändert, ohne dass seine Grundform geändert wird. So wird beispielsweise durch Ziehen der Rautenmarkierung einer Welle die Welle stärker oder feiner. Einige WordArt-Objekte weisen eine gelbe Raute auf, andere WordArt-Objekte dagegen zwei. Dies ist abhängig von der ausgewählten Form.

- Über die Schaltfläche Textumbruch wird gesteuert, wie Text in einem Textfeld
  reagiert, das Überschneidungen mit dem WordArt-Objekt aufweist.

- Über die Schaltfläche WordArt-Buchstaben mit gleicher Höhe wird für die
  Buchstaben zwischen Normalgröße und gleicher Höhe gewechselt (d. h. alle
  Buchstaben, auch die Großbuchstaben haben die gleiche Höhe).

- Über die Schaltfläche WordArt als vertikaler Text wird zwischen normalem
  Layout und vertikal ausgerichtetem Layout gewechselt (d. h. vertikal laufender
  Text erscheint in normaler Ausrichtung, siehe Abbildung).

- Über die Schaltfläche WordArt-Ausrichtung wird eine Dropdownliste mit
  Ausrichtungsoptionen geöffnet, aus denen Sie wählen können. Die
  Unterschiede zwischen den einzelnen Ausrichtungsoptionen werden jedoch
  nur sichtbar, wenn der WordArt-Rahmen größer ist als das WordArt-Objekt
  selbst.

- Über die Schaltfläche WordArt-Zeichenabstand wird eine Dropdownliste mit
  Optionen für den Zeichenabstand geöffnet, z. B. Weit oder Eng.

Änderungen können Sie nicht nur mithilfe der Schaltflächen der Symbolleiste WordArt vornehmen, sondern auch über eine ganze Reihe der normalen Formatierungsfunktionen in Publisher. Sie können beispielsweise Füllungen und Rahmenfarben, Fülleffekte, 3D-Effekte und Schattierungen anwenden.



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