Bilddominanz

Bilder erhalten schneller Aufmerksamkeit als Texte, da sie ohne Umschweife Information weitergeben, auch aus größer Entfernung. Der Bildteil wird in der Regel als erstes betrachtet und ist unmittelbar verständlich.

Bei Bildern existiert eine Art Hierarchie, das heißt, dass manche von ihnen mehr – oder schneller – Aufmerksamkeit auf sich ziehen als andere. Ganz oben in dieser Hierarchie befinden sich Bilder (Fotos) von Menschen. Hier besonders diese, die den Betrachter direkt anschauen. Handelt es sich bei dem Betrachteten ausschließlich um ein Bild, so ist es umgekehrt. Hier springt einem sofort ein Text ins Auge, zum Beispiel ein Schild.

Ist auf einer Seite z.B. eine Person dargestellt, die zu einem bestimmten Punkt auf der gleichen Seite oder auch einer dazugehörigen Doppelseite schaut, so folgt der Betrachter mit seinem Blick dieser Richtung, da wir immer danach streben, diese Art von Bewegungen zu vervollständigen. Ebenso gilt das natürlich für tatsächliche Bewegungen und Gesten, wie mit dem Finger auf etwas zeigen, sich nach etwas strecken, etc. Wird in der Richtung etwas Wichtiges platziert, bekommt es mehr Aufmerksamkeit. Es verwirrt den Betrachter, wenn konträre Richtungen entstehen, da dann das Auge nicht weiß wohin es zuerst schauen soll.



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