Die thermische Tintenstrahl-technologie
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Die thermische Tintenstrahltechnologie von Hewlett-Packard hat
sich auf dem Markt als führende Technologie etabliert. Drucker
nach diesem Prinzip sind schnell, haben eine hohe Druckqualltät
und sind preiswert in Anschaffung und Unterhalt.
Hewlett-Packard
hat ein sehr robustes System geschaffen, bei dem die Druckermechanik
und die hochpräzisen Druckköpfe voneinander unabhängig
sind. Der gesamte Druckkopf ist in den wechselbaren Tintenpatronen
untergebracht. Diese werden mit der gleichen Fertigungstechnik
hergestellt, mit der auch Mikrochips produziert werden. Die
mikrolithografische Herstellungstechnik erlaubt eine wirtschaftliche
Serienproduktion bei konstanter Qualität. Ausgangsmaterial ist
ein runder monokristalliner Siliziumwafer. Aus diesem werden die
nötigen Strukturen für den Tintentransport, die Tintendüsen
und natürlich auch die elektrischen Verbindungen und Bauteile
herausgeätzt. Wenn eine Patrone leer ist und gewechselt wird,
erhält der Anwender automatisch einen neuen Druckkopf, so dass
eine konstant hohe Druckqualität auch noch nach Jahren
gewährleistet ist. Und das zu einem vergleichsweise niedrigen
Preis.
[bearbeiten] Wie gelangt die Tinte aufs Papier?
Der Druckkopf fährt auf einem Transportschlitten horizontal über das Papier, das nach dem Drucken einer Zeile vorgeschoben wird. Dann wird die nächste Zeile gedruckt. Der Druckvorgang erfolgt berührungslos. Wo immer ein Druckpunkt gesetzt werden soll, wird ein winziger Tintentropfen aus einer der Düsen im Druckkopf abgegeben. Daher wird der Vorgang im übrigen auch ais „Drop-on-Demand“ (Tropfen bei Bedarf), im Unterschied zur Continuous-Flow-Technik, bezeichnet. Dies stellt sicher, dass nur soviel Tinte verbraucht wird wie tatsächlich zum Ausdrucken nötig ist. Im inneren jedoch laufen in der Zwischenzeit sehr komplexe Vorgänge ab.
Die Düse, aus der die Tinte herauskommt, ist eine winzige Kammer, an deren Boden sich ein Widerstand befindet, der bei Stromzufuhr heiß wird. Die Tinte, die dank der Kapillarkräfte aus dem Vorratsbehälter durch Kanäle zur Düsenkammer gelangt, wird dort in Sekundenbruchteilen auf gut 300 Grad erhitzt. Die am
Kammerboden entstehende Dampfblase drückt die restliche Tinte
in der Kammer durch den Düsenschacht aus der Öffnung. An
der Düsenöffnung, die dünner als ein halbes
menschliches Haar ist, fällt die Dampfblase in sich zusammen.
Dadurch werden Kräfte frei (Schockwellen), die den Tintentropfen
mit einer Geschwindigkeit von rund 100 km/h abstoßen. Nachdem
der Tintentropfen die Düse verlassen hat, entsteht in der
Düsenkammer ein Unterdruck, der für das Nachfließen
von Tinte aus dem Vorratsbehälter sorgt. Der Prozeß kann
von neuem beginnen. Dieser Vorgang kann sich einige tausendmal in der
Sekunde wiederholen.
Die Tropfenbildung und der Ausstoß
werden heute in aufwendigen Computersimulationen untersucht. Damit
ist eine ständige Weiterentwicklung des Vorgangs möglich.
Wichtig ist das zum Beispiel im Hinblick auf die Dynamik des
Prozesses. So bewegt sich ja während des Druckens der Druckkopf
kontinuierlich weiter. Der Tropfen fliegt nicht entlang einer
geradlinigen, sondem beschreibt eine genau berechnete bogenförmige
Bahn in Richtung Papier. Diese technischen Parameter werden bei der
Steuerung des Druckers berücksichtigt und der ganze Vorgang
entsprechend optimiert. Auch der Größe der Tintentropfen
gilt das Augenmerk der Entwickler. Obwohl schon heute winzig klein,
mit einem Tintenvolumen von gerade einmal einem zehnmilliardstel
Liter, werden die Tropfen weiter verkleinert. Das ermöglicht
eine bessere Dosierung der Tintenmenge, indem man mehrere winzige
Tropfen auf eine Stelle übereinander druckt. Diese von HP als
Color Resolution Enhancement technology, kurz C-REt, in der DeskJet
800er-Reihe verwirklichte Technologie bildet in weiter verbesserter
Form, als HP Photo Ret, auch die Basis für die hervorragende
Qualität des HP DeskJet 694C Bilderdruckers und seiner
Nachfolger.
Im praktischen Einsatz hat sich die thermische
Tintenstrahltechnologie als so robust erwiesen, dass man sie auch in
Großformatdruckern, die im dauernden professionellen Einsatz
hart beansprucht werden, verwenden kann. Die HP DesignJet
Großformatdrucker eröffnen den Anwender buchstäblich
neue Dimensionen im Farbdruck, können sie doch Papierbahnen von
nahezu unbegrenzter Länge bedrucken und das in fotorealistischer
Qualität.
