Kompressionsverfahren

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Soll die Bildgröße auf der Festplatte nicht ins Uferlose steigen, ist eine Komprimierung unerläßlich. Nicht nur im Hinblick auf die elektronische Übermittlung via Modem, Internet oder Netzwerk sind kleine, überschaubare Dateien notwendig. Auch die Arbeit am PC wird mit kleinen Dateien schneller und angenehmer.
Bevor man sich für das ein oder andere Dateiformat und der damit verbundenen Komprimierung von Bildern und Grafiken entscheidet, müssen ein paar Dinge bedacht werden. So sind zwei Möglichkeiten der Komprimierung von Bildinformationen möglich:
Entweder der Vorgang stellt sicher, dass alle Informationen sowohl vor als auch nach der Komprimierung vorhanden sind. Allerdings können dabei nur beschränkte Speicherersparnisse erreicht werden. Oder das Verfahren stellt größtmögliche Komprimierung sicher, wobei aber nicht alle Informationen erhalten bleiben. Bei Bildern oder Grafiken kann dieses Manko durch eine Nachbearbeitung in den meisten Fällen behoben werden. Will man die Bilder ohnehin elektronisch publizieren, sind die Verluste eher zu tolerieren, als wenn man hochwertige Ausdrucke vornehmen möchte.
Ein weiteres, wichtiges Detail bei der Wahl des Dateiformats ist, dass die Grafik auf möglichst jedem Computersystem, gleich ob Microsoft Windows, Apple oder Unix, eingelesen werden kann. Noch besser ist es, wenn möglichst viele Computerprogramme diese Grafiken verarbeiten können. Im folgenden werden die wichtigsten Dateiformate kurz vorgestellt.


Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] GIF

Compuserve führte für die Übermittlung von Grafiken und Bildern das Graphics Interchange Format (kurz: GIF) ein. Die Kompressionsrate erreicht maximal 5:1.
Der Nachteil von GIF-Bildern besteht jedoch darin, dass sie nur acht Bits pro Pixel speichern und damit maximal 256 Farben darstellen können. Das ist für ein Farbbild ziemlich knapp bemessen und schränkt die Verwendung im wesentlichen auf die Bildschirmdarstellung ein.
Ein weiteres Verfahren ist das sogenannte PCD-Format. Es wurde von Eastman-Kodak für Photo CDs entwickelt und wird dort vornehmlich eingesetzt. Bemerkenswert ist nicht nur, dass dieses Grafikformat auf allen Computerplattformen genutzt werden kann, sondern auch, dass auf den Photo CDs in der Regel die Bilder in fünf verschiedenen Auflösungen abrufhar sind. Das PCD-Format kann bis zu 16 Millionen Farben darstellen. Es emphiehlt sich jedoch, vor dem Ausdruck den Kontrast zu bearbeiten, da Photo CDs für die Betrachtung auf dem Fernsehbildschirm optimiert sind.

[bearbeiten] JPEG und MPEG

Einer der führenden Standards beim Austausch von
Bildern auf dem Internet ist die von der Joint Photographic Experts Group (kurz: JPEG) entwickelte effiziente Komprimierungstechnik, welche Bilder mit bis zu 16 Millionen Farben darstellen kann. JPEG-Dateien ermöglichen eine große Speicherersparnis, allerdings zum
Preis des Verlustes einiger Daten, die der Kompression zum Opfer fallen. Dies hört sich bei weitem dramatischer an als es in der Realität ist. Erst ab einer Kompression von 10: 1 zeigen sich sogenannte Artefakte, also im Bild sichtbare Störungen, die durch die Komprimierung hervorgebracht werden. JPEGs sind jedoch nicht für Grafiken oder Diagramme, sondern nur für Fotos empfehlenswert.
Eine Erweiterung auf dem Gebiet der digitalen Videos ist das sogenannte MPEG-Verfahren. Dieses Format basiert im wesentlichen auf der JPEG-Technik. Die Komprimierung erreicht größere Werte, da bei den bewegten Bildern nur die Veränderungen berücksichtigt werden müssen. Sequenzen, die ein und dasselbe Objekt zeigen, können leicht zusammengefaßt, also komprimiert werden.

[bearbeiten] TIFF

Eine große Bedeutung hat das Tagged Image File Format (kurz TIFF, als DOS-Endung auch TIF abgekürzt), welches von Aldus in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt wurde, für den DTP-Bereich. Dieses Format zeichnet sich dadurch aus, dass es für alle Arten von Grafiken, bis zu 16 Millionen Farben darstellen. Eine TIFF-Datei kann sogar aus verschiedenen Graphiken und Bildern bestehen. Daher ist TIFF weit verbreitet bei der Sicherung und dem Austausch aller möglichen graphischen Informationen. Dank seiner tiexiblen Struktur ist es unabhängig von den benutzten Computersystemen und Computerprogrammen.

[bearbeiten] FlashPix

FlashPix (FPX Dateiendung) wurde von Hewlett-Packard in Zusammenarbeit mit Microsoft, Kodak und Live Picture entwickelt. Das Dateiformat beinhaltet bei Bedarf eine JPEG-Komprimierung, wohei der Anwender selbst wählt, ob er leicht aber ohne Qualitätsverlust komprimieren möchte oder stärker, aber dafür mit Einbußen in der Bildqualität. Eine wesentliche Besonderheit des FPX-Formates ist, dass zusätzlich zu den Bilddaten auch die mit einer FlashPix-konformen Applikation am Bild vorgenommenen Anderungen als Skripte gesichert werden. Die Trennung von originalen Bilddaten und den Bearbeitungsschritten erlaubt später eine jederzeitige Rückkehr zum Originalbild. Das stellt gerade für den Büro- und Heimanwender einen großen Vorteil dar, der ohne Angst vor Datenverlust experimentieren kann. Außerdem stehen diese Zusatzinformnationen natürlich auch allen Anwendungen zur Verfügung. So kann ein Druckertreiber die Informationen des Originalbildes auswerten, um die Farbwiedergabe zu optimieren. Damit macht der Einsatz von FlashPix die Verwendung komplizierter Color Managementsysteme überflüssig. Die Qualitätskontrolle ist in der FPX-Datei schon eingebaut


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