Laufrichtung

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Zwei verschiedene Laufrichtungs-Varianten
Zwei verschiedene Laufrichtungs-Varianten

Durch die gleichbleibende Richtung in der das Papier bei seiner Herstellung durch die Maschine läuft, entsteht eine gemeinsame Richtung in der alle Fasern liegen. Bei vielen Papieren erkennt man die Laufrichtung schon wenn man sie schräg zu einer Lichtquelle oder gegen das Licht hält. Es gibt somit zwei unterschiedliche Laufrichtungen. Die erste heißt Schmalbahn, sie verläuft bei einem Papier das höher als breit ist von oben nach unten. Bei der Breitbahn, der zweiten Variante, ist es genau umgekehrt. Hier ist das Papier das man vor sich sieht breiter als hoch.

Fasern in Laufrichtung
Fasern in Laufrichtung

Nur ein quadratisches Papier heißt natürlich weder Schmal- noch Breitbahn. Die Laufrichtung ist in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung. Zum Beispiel beim Blättern von Büchern ist es sehr hinderlich, wenn die Laufrichtung nicht parallel zum Buchrücken verläuft. Legt man ein Buch aufgeklappt auf den Tisch und es bildet sich ein Fächer anstatt das die Seiten locker zu beiden Seiten fallen, so ist es sehr wahrscheinlich, dass dieses Buch mit der falschen Laufrichtung gebunden wurde. Bei Flyern und allen anderen Drucksachen die gefalzt (gefaltet) und geblättert werden, ist auf die richtige Laufrichtung zu achten. Auch wenn man eine Pappe mit Papier bezieht (beispielsweise einen Bucheinband), so entscheidet die Laufrichtung in welche Richtung sich das Papier durch den Kleber ausdehnen wird. Es dehnt sich immer quer zur Laufrichtung (siehe Bild), weil sich der Platz zwischen den Fasern aufgrund der Feuchtigkeit vergrößert.


[bearbeiten] Kontrollieren der Laufrichtung

Um herauszufinden, welche Laufrichtung ein Papier hat, gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Wenn es nicht möglich ist schräg zum Licht oder im Gegenlicht die Richtung der Fasern festzustellen, so können folgende Punkte probiert werden:

Laufrichtungskontrolle
Laufrichtungskontrolle

1. Legen Sie das Papier auf eine glatte Oberfläche und heben sie eine Kante an. Nun schieben sie mit der flachen Hand diese Kante zur gegenüberliegenden hin (siehe Bild). Die Kante die am einfachsten zu schieben ist liegt parallel zur Laufrichtung. Dies ist die Möglichkeit der Kontrolle, die das Papier am meisten schont. Alle folgenden fügen dem Papier Schaden zu und man sollte ein Muster verwenden, welches man nicht mehr benötigt (zum Beispiel für den Druck).

2. Ziehen Sie die Papierkanten zwischen dem Fingernagel von Daumen und Zeigefinger durch. Die Kante die weniger Wellen bildet liegt parallel zur Laufrichtung. Die Wellen bilden sich an der anderen Kante, weil dort die Faserlinien enden und das Papier zwischen den Faserlinien natürlich flexibler ist.

3. Feuchten Sie die Kanten des Papiers an. Der gleiche Effekt wie bei 2. tritt auf.

4. Wenn Sie eine Papierprobe von Ihrem Papier haben, welche Sie nicht mehr benötigen, so können Sie auch die Reißprobe machen. In eine Richtung lässt sich ein Blatt Papier leicht und fast gerade durch Zerreißen teilen, weil es zwischen den Faserlinien reißen kann. In der anderen Richtung bildet schneller eine schräge Linie oder ein Bogen, da die Faserlinien einen Widerstand bilden.



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